Kirchenmusik
Zu Ehre Gottes: Ökumenische Werktage für Kirchenmusik
- Foto: Wolfgang Zarl
- hochgeladen von Kirche bunt Redaktion
Unter dem Titel „Singt und spielt dem Herrn in eurem Herzen“ (Eph 5,19) fanden die „Ökumenischen Werktage für Kirchenmusik“ zum elften Mal im St. Pöltner Bildungshaus St. Hippolyt statt. Das viertägige Programm bot eine Mischung aus Chor-Workshops, Instrumentalunterricht und Einzelstimmtraining. Ins Leben gerufen wurde die Initiative 2016 von Johann Simon Kreuzpointner, dem Leiter der Abteilung Kirchenmusik in der Diözese St. Pölten. Neben dem Feilen an Gesangs-, Stimm- und Atemtechnik standen der ökumenische Austausch und die Gemeinschaft im Vordergrund.
Im Gespräch mit „Kirche bunt“ zog Kreuzpointner eine positive Bilanz: Trotz der hochsommerlichen Termins nahmen 50 Begeisterte an den Werktagen teil. Jahr für Jahr entstehe in den vier Tagen eine spürbare Gemeinschaft und eine hervorragende Dynamik. Für ihn steht fest: „Die Lieder sind zur Ehre und zum Lobpreis Gottes!“
Das diesjährige Repertoire spiegelte die Vielfalt der Kirchenmusik wider. Auf dem Programm standen christliche Pop-Songs sowie neu arrangierte Chormusik für Firmgottesdienste. Seit Jahren gestaltet Kreuzpointner das Programm gemeinsam mit Sybille von Both, der Diözesankantorin der evangelischen Kirche in NÖ. „Es war mir von Anfang an wichtig, die evangelische Kirche ins Boot zu holen. Musikalisch können wir enorm voneinander lernen“, betont Kreuzpointner.
Verschiedene Stil-Richtungen
Ein Highlight im Plenum war heuer Kreuzpointners „Ragtime Mass“ – ein lateinisches Messordinarium für Solisten, gemischten Chor, Streicher und Dixieland-Combo.
Das 1990/91 komponierte Werk verbindet den traditionellen lateinischen Messtext mit den rhythmischen Elementen von Ragtime und Jazz. Damit schlägt es eine Brücke zwischen klassischer Kirchenmusik und populären Stilrichtungen. „Die Messe soll eine Begegnungszone sein: für den klassischen Chor, der gerne lateinisch singt, ebenso wie für Fans des „Neuen Geistlichen Liedes“. Kreativ wurde es auch in der „Komponistenwerkstatt“ – hier waren die Teilnehmenden eingeladen, selbst eigene Stücke zu entwickeln. Auch christliche Popularmusik wurde erarbeitet.
Autor:Kirche bunt Redaktion aus Niederösterreich | Kirche bunt |
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