An die Pfarren Haag, Viehdorf, PV Horn
Diözesaner Umweltpreis verliehen
- Preisträger der Diözese St. Pölten
- hochgeladen von Wolfgang Zarl
Im St. Pöltner Bildungshaus St. Hippolyt wurden die ökumenischen Umweltpreise an katholische und evangelische Pfarren aus Niederösterreich verliehen. Die mit je 1.000 Euro dotierten Auszeichnungen werden gemeinschaftlich von der Diözese St. Pölten, der Erzdiözese Wien sowie der evangelischen Diözese Niederösterreich vergeben und vom Land Niederösterreich gefördert. Erstmals wurde ein eigenständiger Jugendpreis verliehen. Dieser ging an die Niederösterreichischen Kindersommerspiele (NÖKISS).
Dem diözesanen Umweltbeauftragten Axel Isenbart fiel besonders auf, dass den Pfarren diesmal das „miteinander auf dem Weg sein“ sehr wichtig war – sie wollten andere mitnehmen im schöpfungsverantwortlichen Tun. Die Überreichung der Preise nahmen Weihbischof Anton Leichtfried und Landeshauptfrau-Stv. Stephan Pernkopf vor. Beide würdigten die Pfarren, die als Vorbilder für gelebten Klimaschutz und die Bewahrung der Schöpfung vorangehen.
Haag: Bauschutt fachgerecht entsorgt
Dass bauliche Großprojekte im Zeichen der Nachhaltigkeit stehen können, bewies die Pfarre Haag bei der Generalsanierung ihres Pfarrhofes. Beim Umbau wurde unter der Leitung von Pfarrer Helmut Prader darauf geachtet, Ressourcen zu schonen und ein innovatives Recyclingkonzept umzusetzen. So wurden 4.000 Kubikmeter Bauschutt fachgerecht geschreddert und wiederverwendet. Das Material diente zur Sanierung von Forstwegen sowie zur Unterfüllung auf der Baustelle und bei der Neugestaltung des Pfarrgartens. Auch beim Dämmmaterial wurde auf umweltschonende und zukunftsfähige Qualitätsstandards gesetzt, was das Projekt zu einem Vorzeigebeispiel für ökologisches Bauen macht.
PV Horn: Pilgermarathon der Hoffnung
Ein kraftvolles Zeugnis gelebter Schöpfungsverantwortung legte der Pfarrverband Im Horner Becken ab. Mit dem Projekt „Pilgermarathon der Hoffnung“ gelang es den Verantwortlichen, Glaube, Naturerfahrung und ökologische Achtsamkeit zu verbinden. In den Abendstunden des 14. August 2025 machten sich über 220 Teilnehmende auf eine außergewöhnliche, 42 Kilometer lange Wallfahrt. Nach dem Pilgersegen durch P. Clemens Hainzl in der Stiftskirche Zwettl begann der Marsch pünktlich zum Sonnenuntergang. Begleitet vom Sternenhimmel, dem Mondlicht und den stillen Schönheiten des Waldviertels pilgerten die Menschen bis zur Spitalkirche nach Röhrenbach.
Viehdorf: „Sauberhaftes Fest“
Ein breites und nachhaltiges Engagement für die Umwelt bewies auch die Pfarre Viehdorf. Hier wurden in den vergangenen Jahren gleich mehrere ökologische Akzente gesetzt. In den Jahren 2024 und 2025 wurde der Pfarrhof an das mit Hackschnitzeln befeuerte Fernwärmenetz der Gemeinde angeschlossen. Zudem wird das alljährliche Pfarrfest konsequent umweltfreundlich als „Sauberhaftes Fest“ organisiert. Ein besonderes Herzensprojekt ist die Aktion „Quer durch den Garten“, die bereits seit 2023 fest im Pfarrleben verankert ist. An jedem zweiten Samstag in den Sommermonaten finden Verschenk- und Tauschtage für Obst und Gemüse statt, was wertvolle Lebensmittel vor dem Verderb rette und die Gemeinschaft im Ort stärkt.
Herzogenburg: Jugendpreis für NÖKISS
Die NÖ KinderSommerSpiele (NÖKISS), die jedes Jahr im Stift Herzogenburg stattfinden, wurden für ihr Umweltschutzkonzept ausgezeichnet. Gäste werden angehalten, öffentlich anzureisen; Speisen und Getränke werden regional eingekauft, schmackhafte vegetarische Gerichte machen es leicht, auf Fleisch zu verzichten. Für Mehrwegbecher gibt es Rückgabestationen.
Im Jahr des 800. Todestages des heiligen Franz von Assisi waren sich viele beim Fest auch einig: Dem großen Vorbild für Schöpfungsfreundlichkeit hätte das Engagement der Pfarren gefallen.
Autor:Wolfgang Zarl aus Niederösterreich | Kirche bunt |
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