19. Sonntag 26: P. Hermann Sandberger
Ein kleiner Glaube genügt

Bild: die Amstettner Herz Jesu-Kirche. Seit der frühen Christenheit ist die aufgehende Sonne ein Symbol für den auferstandenen Christus.  | Foto: Wolfgang Zarl
2Bilder
  • Bild: die Amstettner Herz Jesu-Kirche. Seit der frühen Christenheit ist die aufgehende Sonne ein Symbol für den auferstandenen Christus.
  • Foto: Wolfgang Zarl
  • hochgeladen von Kirche bunt Redaktion

Auf Lager, etwa auf Jungscharlager, hatten früher viele eine Taschenlampe mit. Heute wird auch dafür zumeist das Handy verwendet. Bei den Taschenlampen gab bzw. gibt es nicht nur den Ein- und Ausschaltknopf, sondern zumeist noch ein anderes Knöpfchen, mit dem man Blinkzeichen geben kann. Mit Lichtsignalen kann man anderen Menschen zublinken und sich so mit ihnen verständigen, am bekanntesten dafür ist das Morse-Alphabet. Ein solches Verständigungszeichen kennen fast alle: 3 mal kurz, 3 mal lang, 3 mal kurz: SOS.

Seit 1912 wird dieses Zeichen zunächst von Seeleuten verwendet, wenn sie in Seenot sind. SOS ist die Abkürzung für: Save our ship – Rettet unser Schiff oder: Save our soules – Rettet unsere Seelen.

Im Notfall tut es gut, einen Hilferuf parat zu haben

Jeder und jede von uns kann in Situationen kommen, in denen wir Hilfe brauchen, und da ist es gut, einen Hilferuf parat zu haben.

Auch wir Christen brauchen das. Wir dürfen ja im Leben nicht stehen bleiben, sondern wir sind aufgerufen, unterwegs zu sein, immer wieder, wie auf ein anderes Ufer hin. Da kann das Lebensboot auch hin- und hergeworfen werden. Es kann Gegenwind geben. Die rauhe Wirklichkeit, die Realität, kann einem Angst machen, kann einem lebensbedrohlich erscheinen und es auch wirklich sein.

Aber gerade in diesen angsterregenden Gegebenheiten, im Sturm, da kommt Jesus, wenngleich in einer Art, in der er nicht sogleich zu erkennen ist.

In der vierten Nachtwache ist es, also etwa vor oder um den Sonnenaufgang. Seit der frühen Christenheit ist die aufgehende Sonne ein Symbol für den auferstandenen Christus. Die Jünger erkennen ihn nicht, meinen, es sei ein Gespenst, erst als er mit ihnen zu reden beginnt, erspürt, erahnt es Petrus, es ist der Herr. Da bewegt sich etwas in Petrus, er steht auf, er stellt sich der Situation, bekommt Mut inmitten der lebensbedrohlichen Wirklichkeit und möchte es genau wissen: „Herr, wenn du es bist, so befiehl, dass ich auf dem Wasser zu dir komme.“ Und Jesus sagt: „Komm!“ Petrus steigt aus dem Boot der scheinbaren Sicherheit und wagt das schier Unmögliche, und es geht, es geht wirklich. Selber darüber erstaunt, erfährt er, der Glaube trägt.

Aber die rauhe Wirklichkeit, die angst-erregende Realität, ist noch da. Mit einem einmaligen Akt des Vertrauens ist es nicht getan. Und sobald er weg von Jesus auf die rauhe Wirklichkeit schaut, ist die Angst wieder da und er sinkt.

Es tut uns gut, die Beziehung zum Herrn täglich neu einzuüben, um im Alltag und auch im Notfall darauf zurückgreifen zu können.

Auch unsere eigenen Möglichkeiten sind oft zu wenig. Da braucht es einen Hilferuf, einen SOS-Ruf. Wie ruft da Petrus? Er hat keine Taschenlampe, er kennt auch kein Morse-Alphabet: Er blickt zum Herrn und ruft: „Herr, rette mich!“ Und dieser Ruf hat Erfolg. Ein kleiner Glaube genügt, ein Trost für uns. Ein Letztes: Seeleute und andere müssen das SOS-Zeichen lernen, müssen es einüben, damit sie es im Notfall anwenden können.
So tut es auch uns gut, die Beziehung zum Herrn täglich neu einzuüben, um im Alltag und auch im Notfall darauf zurückgreifen zu können.

Bild: die Amstettner Herz Jesu-Kirche. Seit der frühen Christenheit ist die aufgehende Sonne ein Symbol für den auferstandenen Christus.  | Foto: Wolfgang Zarl
Pfarrer P. Hermann Sandberger SDB | Foto: zVg
Autor:

Kirche bunt Redaktion aus Niederösterreich | Kirche bunt

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Powered by PEIQ