Heiliger Hippolyt
Wir feiern unseren Diözesanpatron

Der heilige Hippolyt - Darstellung im St. Pöltner Bistumsgebüude | Foto: Diözese St. Pölten
  • Der heilige Hippolyt - Darstellung im St. Pöltner Bistumsgebüude
  • Foto: Diözese St. Pölten
  • hochgeladen von Kirche bunt Redaktion

Am 13. August ist das Hochfest des heiligen Hippolyt.
Gefeiert wird er in der Diözese am Sonntag, 9. August.

Jede Diözese in Österreich hat einen, oft auch zwei Diözesanpatrone. In der Erzdiözese Wien ist es der hl. Stephanus, in Salzburg sind es der hl. Rupert und der hl. Virgil, in Linz der hl. Florian und der hl. Severin, in Graz-Seckau der hl. Rupert und der hl. Virgil, in Eisenstadt der hl. Martin, in Gurk-Klagenfurt die hl. Hemma von Gurk und der hl. Josef, in Innsbruck sind es der hl. Petrus Canisius und der hl. Kassian und in Feldkirch ist es der hl. Fidelis von Sigmaringen.

Die Tradition der Diözesanpatrone kommt aus dem mittelalterlichen Bestreben, dass man jemanden hat, der einen beschützt. Durch Reliquien wurde dieses Sicherheitsgefühl noch gestärkt. Und natürlich trug und trägt ein diözesaner Schutzheiliger zur Identitätssitftung einer Diözese bei.

Der heilige Hippolyt soll erstmals ein Hochgebet schriftlich formuliert haben.

Der Gedenktag des St. Pöltner Diözesanpatrons ist am 13. August, heuer feiert die Diözese sein Hochfest schon am Sonntag, 9. August (siehe Programm auf Seite 23 dieser Ausgabe). Hippolyt, vermutlich um 170 n. Chr. im Osten des Römischen Reiches geboren, gilt als einer der wichtigsten westlichen Kirchenväter seiner Zeit. So ist er einer der ersten Exegeten, der verschiedene Schriften des Alten und Neuen Testaments kommentierte. Weiters schrieb er eine Weltchronik und eine Widerlegung aller Häresien. Ziemlich sicher geht auf ihn die „Apostolische Überlieferung“ (Traditio apostolica) zurück. Darin werden die Funktionen in der christlichen Gemeinde geschildert: Bischof, Presbyter, Diakon und deren Weihe. Bemerkenswert ist vor allem die Schilderung der Bischofsweihe, wobei erstmals ein Hochgebet schriftlich formuliert ist. Nach der Legende erlitt der hl. Hippolyt 235 in Sardinien den Märtyrertod.

Um 800 wurde im heutigen St. Pölten ein Kloster gegründet – mit großer Wahrscheinlichkeit als Tochterkloster des bayrischen Klosters Tegernsee. Die Tegernseer-Gründer standen in Verbindung mit Abt Fulrad von St. Denis, der verschiedene Reliquien ins Frankenreich brachte, so auch Reliquien des heiligen Hippolyt. Einen Teil davon gab er auf seinen Erbbesitz in Fulradsweiler im Elsass. Der Ort bekam den Namen St. Pilt oder französisch St. Hippolyte.

Aus Traisma wurde St. Pölten

Ein anderer Teil kam in das Kloster an der Traisen. Der ursprünglich Traisma genannte Ort wurde bald nach dem heiligen Hippolyt benannt. Der Kloster- und Stadtpatron wurde 1785 bei der Errichtung der Diözese zum Diözesanpatron erwählt.

Gerade in der Stadt St. Pölten gibt es etliche Spuren vom Diözesanheiligen – im Wappen des ehemaligen Chorherrenstiftes findet sich zum Beispiel sein Zeichen, das Y, und auf der Dreifaltigkeitssäule auf dem Rathausplatz ist er ebenfalls dargestellt.

Autor:

Kirche bunt Redaktion aus Niederösterreich | Kirche bunt

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Powered by PEIQ