Gottesdienste rund um 1. Mai
Diözesaner Einsatz für menschenwürdige Arbeit

Gottesdienst im Steinbruch der Firma Wachauer Marmor in Marbach.
  • Gottesdienst im Steinbruch der Firma Wachauer Marmor in Marbach.
  • Foto: Christian Haslauer
  • hochgeladen von Wolfgang Zarl

Der 1. Mai ist der „Tag der Arbeit“, am 30. April wird an das Los von Menschen ohne Job erinnert. Die Kath. Arbeitnehmerbewegung lud zur Messe in einem Steinbruch; die Caritas hilft seit 25 Jahren bei der Integration in den Arbeitsmarkt.

KAB-Gottesdienst im Steinbruch

Die diözesane Katholische Arbeitnehmer/ innenbewegung (KAB) lud anlässlich des „Tages der Arbeitslosen“ ein, an einem ungewöhnlichen Ort Gottesdienst zu feiern: Im Steinbruch der Firma Wachauer Marmor in Marbach an der Kleinen Krems. Dabei wurde darauf verwiesen, dass mehr als 300.000 Menschen in Österreich auf Arbeitssuche seien. Der Vorsitzende der KAB, Franz Sedlmayer, sagte bei der heiligen Messe: „Wer bist du und was machst du, diese beiden Fragen stellen wir gerne Menschen, von denen wir wissen wollen, wer sie sind. Wir sollen ein Herz haben für die Menschen, die bei der zweiten Frage keine positive Antwort geben können.“ Die Sicherstellung eines existenzsichernden Lebens und der Teilhabe an der Gesellschaft würden zutiefst einer christlich sozialen Politik entsprechen, so Sedlmayer.

Zelebrant P. Maximlian Krenn, Prior von Stift Göttweig, betonte: „Es braucht die Solidarität mit denen, die auf Arbeitssuche sind, mit den Armen und Ausgegrenzten. Das war auch der Zugang Jesu.“

25 Jahre BBO der Caritas

Seit 25 Jahren bietet die Caritas St. Pölten mit der „Beruflichen Integration“ professionelle Beratung, Begleitung und Beschäftigung für Jugendliche und Erwachsene mit gesundheitlichen Einschränkungen oder Behinderung; auch Unternehmen werden bei der Beschäftigung Betroffener unterstützt. Dieses Jubiläum war Anlass für ein Fest im Beschäftigungs- und Berufsorientierungsprojekt BBO der Caritas in St. Pölten. Caritas-Direktor Hannes Ziselsberger begrüßte dabei u. a. NÖ-Soziallandesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, und den St. Pöltner Bürgermeister Matthias Stadler, die beide würdigende Worte für das Caritas-Engagement fanden.

„Arbeit und Beschäftigung sind ein wichtiger Aspekt, wenn es um gesellschaftliche Teilhabe geht“, hielt Ziselsberger fest. Seit 2017 besteht die „Berufliche Integration“ als Fachbereich unter der Leitung von Rudolf Dörr-Kaltenberger. Im Vorjahr half die Caritas rund 2400 Menschen dabei, eine Arbeitsstelle zu finden oder zu erhalten, eine Ausbildung abzuschließen oder sich in der Arbeitswelt zu orientieren. Die Angebote der Beruflichen Integration der Caritas St. Pölten werden vom Sozialministerium, AMS und Land gefördert. Zu Wort kamen auch Kunden der Beruflichen Integration, die die Wertschätzung, die sie beim BBO erfahren hatten, betonten.

Autor:

Wolfgang Zarl aus Niederösterreich | Kirche bunt

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