175.000 Stück in Pfarren verteilt
Diözesane Fastenaktion ruft die Fastenwürfel zurück

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Mit dem Ende der Fastenzeit bittet die Fastenaktion der Diözese St. Pölten wieder, die Fastenwürfel in die Pfarren zurückzubringen. Karin Hintersteiner, Geschäftsführerin der Fastenaktion, ist froh über den starken Rückhalt in den Pfarren. Praktisch alle würden die diözesane Initiative unterstützen. Selbst im Vorjahr, als das Ende der Fastenaktion in den Corona-Lockdown fiel, hätten viele gespendet und die Würfel in die Kirchen zurückgebracht. Heuer wurden 175.000 Fastenwürfel verteilt, vielfach sind sie in den Herrgottswinkeln oder an anderen Ehrenplätzen in den Haushalten zu finden. Es gibt auch die Möglichkeit, Spenden direkt auf das Konto der Fastenaktion einzuzahlen (Raiffeisenbank Region St. Pölten, IBAN: AT90 3258 5000 0120 0666). Die seit 1963 bestehende Aktion hat auch das Spendengütesiegel. Weitere Infos auf www.fastenaktion.at.

21 Projekte werden in Afrika, Asien, Lateinamerika und Österreich unterstützt: von der Ausbildung von Katechisten im Südsudan über ein Umweltprogramm der Comboni Missionare in Peru bis hin zum Arbeitslosenfonds der Diözese St. Pölten.

Indische Frauen in Pandemie

Gemeinsam mit den Salesianern Don Boscos in Indien hilft die Fastenaktion auch Fischerfamilien im indischen Visakhapatnam und Telangna. Sie gehörten schon bisher zu den ärmsten Bevölkerungsgruppen, mit prekären Arbeits- und Wohnverhältnissen. Die Priorität in der Arbeit mit diesen Familien lag bisher in der Prävention von Hunger und in der Sicherung des Überlebens. Aufgrund der Corona-Krise haben viele ihre Lebensgrundlage verloren. Physische Distanz, Hygiene oder Homeoffice sind für die privilegiertere urbane Bevölkerung möglich, aber kaum für Menschen, die von der Hand in den Mund leben. Obwohl Arme Opfer der derzeitigen Situation sind, werden sie oft beschuldigt, die Krankheit zu verbreiten. So werden sie Ziel von Isolation und Diskriminierung. Das Projekt wendet sich in ers­ter Linie an Frauen, weil sie in den Fischergemeinschaften für das tägliche Leben zu Hause verantwortlich sind. Frauen sorgen sich um das Wohlbefinden der Familie und um die Gesundheit, kochen, kümmern sich um kranke Familienmitglieder und achten auf Hygiene. Deshalb sind sie die ersten Ansprechpartnerinnen für Maßnahmen gegen Corona.

Slumbewohner leiden besonders

Viele Maßnahmen gegen Corona gehen an der Lebensrealität in den Slums vorbei. Enge Wohnverhältnisse und das Fehlen von sanitären Einrichtungen führen dazu, dass Slumbewohner das Virus häufig übertragen. Diese Menschen hungern und können ihre Basisbedürfnisse nicht befriedigen. Der Satz „Bleib sicher zu Hause“ verliert hier jede Bedeutung. Hunger schwächt das Immunsystem und erhöht das Risiko einer Infektion. Durch den Lockdown ist es vielen Menschen nicht möglich, ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Deshalb verteilen Hilfsorganisationen Lebensmittel.

Folgende Maßnahmen haben die Salesianer Don Boscos getroffen: Hygienepakete und Broschüren wurden an 3.000 Haushalte verteilt. Die Broschüren enthalten Erklärungen zum Virus und seiner Verbreitung und erklären präventive Maßnahmen. Weiters werden unter dem Titel „Nahrung ist Medizin und Medizin ist Nahrung“ Broschüren mit praktischen Infos und Rezepten verteilt. Die Inhalte werden von Animatoren bei Hausbesuchen anschaulich erläutert.

Karin Hintersteiner von der Fastenaktion gibt den vielfachen Dank der unterstützten Menschen gerne an die vielen Spender aus der Diözese weiter.

Autor:

Wolfgang Zarl aus Niederösterreich | Kirche bunt

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