"Nie mehr Schule, keine Schule mehr..."
Caritas und Diözese ermöglichen ärmsten Kindern Bildung

„Nie mehr Schule, keine Schule mehr …“: Bei einer Straßenaktion in St. Pölten zeigten Schüler auf, was es bedeutet, keine Bildung mehr zu bekommen | Foto: Wolfgang Zarl
  • „Nie mehr Schule, keine Schule mehr …“: Bei einer Straßenaktion in St. Pölten zeigten Schüler auf, was es bedeutet, keine Bildung mehr zu bekommen
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Die Caritas der Diözese St. Pölten macht darauf aufmerksam, dass in der Ukraine, in Nahost, im Sudan oder an vielen anderen Orten etwa 473 Millionen Kinder in Kriegsgebieten leben. Zusätzlich treiben wirtschaftliche Krisen, Hungersnöte und verheerende Auswirkungen der Klimakrise Kinder in Situationen, die kein Kind erleben sollte.

Sammelsonntag am 9. Februar

„Die Auswirkungen eines fehlenden Bildungszugangs sind gravierend. Es gilt, alles daran zu setzen, jedem Kind Zugang zu Bildung zu ermöglichen – auch in humanitären Notsituationen. Wir sammeln gemeinsam mit dem Osthilfefonds der Diözese St. Pölten Spenden für Projekte, die vor allem Kindern in Osteuropa zugutekommen“, betont Caritas-Direktor Hannes Ziselsberger. Sammelsonntag in den Kirchen ist der 9. Februar.
Eine Straßenaktion der youngCaritas in St. Pölten mit Schülerinnen und Schülern des BRG/BORG sollte auf die fehlende Bildung in Kriegs- und Katastrophengebieten aufmerksam machen. Symbolisch wurde eine Schulklasse mit Tischen, Stühlen und Tafel aufgebaut. Die Jugendlichen verließen „die Freiluftklasse“ dabei mit dem Lied „Nie mehr Schule, keine Schule mehr …“ von Falco.

„Die Caritas arbeitet in Kriegs- und Krisengebieten daran, Kindern ein gutes Aufwachsen und eine chancenreiche Zukunft zu ermöglichen“, so Ziselsberger. „Jedes Kind hat laut UNO das Recht auf Bildung. Darum unterstützen wir als Caritas weltweit Bildungsprojekte und helfen dabei, den Zugang zu Bildung zu ermöglichen. Weil jede Stunde Schule eine Stunde Zukunft ist.“

Kinderhilfe für Ukraine und Albanien

Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine raubt vielen Kindern wertvolle Bildungsjahre: 1.800 Schulen wurden bislang beschädigt oder zerstört. Allein in der Stadt Ivano-Frankivsk leben über 150.000 Binnenflüchtlinge. Kinderbetreuungsplätze sind Mangelware, vor allem für Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf.
2021 kaufte die griechisch-katholische Kirche dort ein Gebäude und hat sich zum Ziel gesetzt, darin einen inklusiven Kindergarten sowie eine Vorschuleinrichtung für Kinder aus armen Familien einzurichten. Seit 2022 läuft die Renovierung, die von der Diözese St. Pölten unterstützt wird. Ab 2025 sollen jährlich 52 Kinder aus sozial schwachen Familien und Flüchtlingsfamilien sowie Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf betreut und unterrichtet werden.

In Albanien lebt trotz Fortschritts ein Viertel der Menschen unter der Armutsgrenze. Die soziale Absicherung der Ärmsten der Armen ist mangelhaft. Besonders im Stadtteil Bregu Lumi außerhalb des Stadtzentrums Tiranas wird diese andere Realität sichtbar. Hier betreibt die Caritas das Haus Eden, ein Tageszentrum für benachteiligte Kinder und Jugendliche. Die Arbeit der Caritas in Bregu Lumi zeigt, dass Entwicklung und Bildung Hand in Hand gehen müssen, um den Kreislauf der Armut zu durchbrechen.

Caritas-Spendenkonto:
IBAN: AT28 3258 5000 0007 6000
Kennwort: Kinder in Not.

Autor:

Kirche bunt Redaktion aus Niederösterreich | Kirche bunt

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