Gute Tradition
Bischöfe feierten mit Gefangenen in Justizanstalten Weihnachtsmessen
- Gottesdienst in der Justizanstalt St. Pölten mit Weihbischof Anton Leichtfried
- Foto: Wolfgang Zarl
- hochgeladen von Wolfgang Zarl
Es ist gute Tradition, dass Österreichs Bischöfe kurz vor Weihnachten mit Insassen der Justizanstalten Weihnachtsgottesdienste feiern. Bischof Alois Schwarz zelebrierte die heilige Messe in Krems-Stein, Weihbischof Anton Leichtfried in St. Pölten (siehe Bild). Es hat auch Tradition, dass die Katholische Frauenbewegung (kfb) und andere Organisationen Weihnachtspackerl zusammenstellen. Allein die kfb-Frauen der Pfarrgemeinden Mank und Kilb brachten hunderte zum Gottesdienst in St. Pölten mit. Ein neunköpfiger Chor der Diözese St. Pölten gestaltete den Gottesdienst musikalisch.
Gott ist an jedem Ort
„Weihnachten ist nicht von uns erfunden, sondern ein Geschenk Gottes, das wir annehmen sollen“, erinnerte Weihbischof Leichtfried die Insassen in St. Pölten. Gott sei mitten unter uns und das bringe hoffentlich Freude. Die Heilige Nacht soll unsere Herzen berühren und könne Trost und Kraft geben. Denn: Gott sei an jedem Ort – auch in Gefängnissen.
Die neue Leiterin der St. Pöltner der Justizanstalt, Maria Lalics, dankte den Mitarbeitenden sowie den Partnerorganisationen – darunter kfb und Emmaus-Gemeinschaft – für deren Arbeit. Sie hoffe, dass die Insassen die Zeit im Gefängnis nutzen, um sich auf eine bessere Zukunft in Freiheit vorzubereiten. Jeder trage maßgeblich selber dazu bei, wie man die Haft verbringt.
Die Gefängnisseelsorge in Österreich bietet in den Justizanstalten das ganze Jahr über seelsorgliche Begleitung, Gottesdienste sowie Unterstützung für Inhaftierte, Haftentlassene und deren Angehörige an. Grundlage sei der christliche Auftrag, Menschen auch hinter Gefängnismauern beizustehen und ihre Würde zu achten. Foto: Wolfgang Zarl
Autor:Wolfgang Zarl aus Niederösterreich | Kirche bunt |
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