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Die Tür bleibt offen.
Wir von der Katholischen Frauenbewegung Österreichs (kfbö) begrüßen die Veröffentlichung des Abschlussberichts der vatikanischen Studienkommission zum Diakonat der Frau (4. 12.) als kirchenpolitischen Wendepunkt. Auch wenn einzelne Medien verkürzt von einer Ablehnung der Frauenweihe sprechen, zeigt der Bericht tatsächlich ein deutlich komplexeres und wesentlich offeneres Bild: Erstmals wurden sämtliche theologischen, historischen und pastoralen Argumente transparent dargelegt und erstmals ist klar dokumentiert, dass noch kein endgültiges Urteil möglich ist. (…)
Die Kommission hält fest, dass die Frage der Weihe von Frauen weiterhin offen bleibt und weiterer theologischer sowie pastoraler Klärung bedarf. Für uns ist das bemerkenswert, da damit kein endgültiges Nein formuliert wurde. Die Tür zur Weihe von Frauen bleibt damit offen und die Frage wird ausdrücklich als Teil eines laufenden Prozesses bezeichnet. Wir werden diesen Prozess aktiv mitgestalten. Unsere Argumente und Erfahrungen sind dokumentiert und wir werden weiterhin klar und konstruktiv einbringen, was Frauen seit Jahrzehnten leben: diakonische Praxis, theologische Kompetenz und geistliche Berufung. (…) Wir appellieren an Papst Leo XIV., die Entscheidung im Geist echter Synodalität zu treffen. Denn es geht darum, gemeinsam mit Frauen zu entscheiden, nicht über sie.
Angelika Ritter-Grepl, Vorsitzende der kfbö
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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