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Hilfe, Pflege und ein gutes Wort. Seit 2018 haben die Ordensspitäler ihren Anteil an der direkten Bruttowertschöpfung des gesamten Gesundheitswesens von 5 auf 7,6 Prozent gesteigert. | Foto: Ordensklinikum Linz
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  • Hilfe, Pflege und ein gutes Wort. Seit 2018 haben die Ordensspitäler ihren Anteil an der direkten Bruttowertschöpfung des gesamten Gesundheitswesens von 5 auf 7,6 Prozent gesteigert.
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Ordenskrankenhäuser. In Österreich steht jedes fünfte Spitalsbett in einem Ordensspital. Eine aktuelle Studie zeigt, dass diese medizinischen Einrichtungen auch der Wirtschaft guttun.

Die Sorge um erkrankte Menschen hat in Orden Tradition – viele Klöster wurden sogar eigens zu diesem Zweck gegeründet. Dass Ordensspitäler in Österreichs medizinischer Landschaft eine Rolle spielen, zeigt allein schon die Tatsache, dass dort pro Jahr mehr als 200.000 Menschen operiert werden. Eine von der Arbeitsgemeinschaft der Ordensspitäler beauftragte und von der außeruniversitären Forschungsgesellschaft Joanneum Research durchgeführte Studie gibt nun auch Einblick in die Wertschöpfung dieser Einrichtungen. Fazit: Die 23 Ordenskrankenhäuser hierzulande schaffen es gut, Ressourcen und Prozesse in wirtschaftlichen Mehrwert zu verwandeln.

Jedes elfte Krankenhaus in Österreich wird von einer Ordensgemeinschaft geführt, jedes fünfte Spitalsbett steht in einem Ordensspital. Jährlich werden österreichweit zwei Millionen Patientinnen und Patienten in Ordenskrankenhäusern betreut; in Oberösterreich sogar die Hälfte aller PatientInnen, in Wien 20 Prozent.
„Diese Zahlen sind für uns eine Bestätigung unseres täglichen Handelns auf mehreren Ebenen“, betonte Peter Ausweger, Gesamtleiter der Einrichtungen der Barmherzigen Brüder. Er präsentierte am 28. Jänner in Wien für die Ordensspitäler gemeinsam mit Studienautor Michael Scholz die Ergebnisse der Untersuchungen. „Mit vier Milliarden Euro Wertschöpfung, über 41.000 Arbeitsplätzen und rund 1,5 Milliarden Euro Rückflüssen an den Staat übernehmen die Ordensspitäler umfassende wirtschaftliche Verantwortung“, sagte er.

Das Marienkrankenhaus Vorau begeht 2026 sein 150-Jahr-Jubiläum. Der Festgottesdienst am 8. Februar mit Bischof Wilhelm Krautwaschl wird im TV übertragen. | Foto: Bergmann
  • Das Marienkrankenhaus Vorau begeht 2026 sein 150-Jahr-Jubiläum. Der Festgottesdienst am 8. Februar mit Bischof Wilhelm Krautwaschl wird im TV übertragen.
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Wertschöpfend. In Österreich wird jeder 111. Euro in einem Ordensspital generiert. Die direkte Wertschöpfung der Ordensspitäler entspricht in etwa jener des Forschungssektors in Österreich und liegt etwas über jener von Werbung und Marktforschung.

Für die Studie wurden direkte, indirekte und induzierte Effekte unterschieden: Direkt entsteht Wertschöpfung etwa durch Gehaltszahlungen, Materialeinkäufe und Investitionen in Ordensspitälern, indirekt bei Zulieferbetrieben wie Bauunternehmen oder IT-Dienstleistern und induziert etwa durch Restaurantbesuche von ÄrztInnen oder Supermarkteinkäufe von PflegerInnen.

Am höchsten ist die wirtschaftliche Bedeutung der Ordensspitäler in Oberösterreich – das liegt an der hohen Zahl (siehe Kasten) bzw. an der Größe der Einrichtungen und dem Verhältnis zur Bevölkerungszahl. Wirtschaftliche Bedeutung haben sie durch indirekte Effekte aber auch in Bundesländern wie Niederösterreich und Vorarlberg, wo es gar keine Ordensspitäler gibt.

Herausgerechnet hat man auch die Rückflüsse ins öffentliche Budget: Über Sozialversicherungsbeiträge (855 Mio. Euro) und Steuern (630 Mio.) fließen rund 1,5 Mrd. Euro wieder in den öffentlichen Haushalt. Von jedem Euro, der direkt erwirtschaftet wird, gehen damit 37 Cent an den Staat.

23 Ordensspitäler …
… gibt es in Österreich: eines in Tirol, zwei in Salzburg, sieben in Oberösterreich, zwei in Kärnten, drei in der Steiermark, eines im Burgenland, sieben in Wien.
Mehr unter: www.ordensspitaeler.at

Quellen: religion.ORF.at/Red.

Fernsehtipp:
Sonntag 8. Februar 10.00 Uhr Katholischer Gottesdienst aus der Kapelle im Marienkrankenhaus Vorau, mit Bischof Wilhelm Krautwaschl. 150-Jahr-Jubiläum des Marienkrankenhauses. ORF III

Hilfe, Pflege und ein gutes Wort. Seit 2018 haben die Ordensspitäler ihren Anteil an der direkten Bruttowertschöpfung des gesamten Gesundheitswesens von 5 auf 7,6 Prozent gesteigert. | Foto: Ordensklinikum Linz
Das Marienkrankenhaus Vorau begeht 2026 sein 150-Jahr-Jubiläum. Der Festgottesdienst am 8. Februar mit Bischof Wilhelm Krautwaschl wird im TV übertragen. | Foto: Bergmann
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SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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