Kirche Österreich
St. Martin feiern
- Sein Einsatz für Bedürftige macht Martin von Tours (316–397) zum zeitlosen Vorbild für Barmherzigkeit. Im Burgenland feiert man den Diözesanpatron von 8. bis zum 11. 11.
- Foto: Kathpress
- hochgeladen von SONNTAGSBLATT Redaktion
Diözese Eisenstadt
Er ist der Inbegriff gelebter Nächstenliebe, und jedes Jahr am 11. November leuchtet ihm millionenfach Laternenlicht. Das Licht der Welt erblickte Martinus im Jahr 316 in Tours, als Sohn eines römischen Tribuns in der Stadt Sabaria (Szombathely), im heutigen Ungarn. Auf Wunsch seines Vaters trat Martin in die römische Armee ein und kämpfte unter Kaiser Constantius II. in Gallien, im heutigen Frankreich, gegen die Alemannen.
Der Legende nach soll Martin eines Tages am Stadttor von Amiens einem frierenden Bettler begegnet sein. Der römische Soldat zerteilte seinen Mantel mit einem Schwert und gab eine Hälfte dem Armen – eine Straftat nach damaligem Militärrecht. In der folgenden Nacht erschien Jesus Martin im Traum, eingehüllt in das Mantelstück des Bettlers. Der Soldat quittierte daraufhin seinen Militärdienst und empfing die Taufe.
Bis heute wird Martin als Patron der Geächteten, Geflüchteten und Kriegsdienstverweigerer verehrt und in Krisenzeiten als Wegweiser für Barmherzigkeit gesehen. Martinsfeiern haben lange Tradition. Im Burgenland wird der Heilige als Diözesanpatron wieder ausgiebig gefeiert – mit Laternenumzug, Martini-Kipferl-Teilen und Rock-Oper.
Infos und Anmeldung:
02682/777 288, martinus.at
martinsfest@martinus.at
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.