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Die einzige Basilika von Graz

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Bis 2030 wird der Mariatroster Purberg mit der Basilika als Wallfahrts- und Begegnungszentrum renoviert und entwickelt. Gestartet wird mit der Basilika-Innenrenovierung.

Katharina Grager

In Gelb-weiß strahlt die Kirche mit den angeschlossenen ehemaligen Klostergebäuden am Purberg im Herzen vom Stadtrandbezirk Graz-Mariatrost. „Gelb-weiß steht für die Farben des Vatikans, denn als Basilika hat Mariatrost eine enge Verbindung zum Heiligen Stuhl“, erklärt Dietmar Grünwald, der momentan als Provisor die Pfarre Mariatrost leitet, beim Pressegespräch am 29. Juli 2020.

Ein Projekt für die Zukunft
„Mariatrost ist für viele Menschen ein wichtiger Wallfahrtsort, als einzige Basilika in Graz ein bedeutendes steirisches Kulturgut und die Pfarrkirche einer lebendigen Pfarrgemeinde“, beschreibt Provisor Grünwald die vielen Facetten des jahrhundertealten religiösen Zentrums am Stadtrand von Graz. Mit den geplanten Renovierungen und Entwicklungsarbeiten „wollen wir wieder mehr Leben heraufbringen“ und damit den Wallfahrtsort „zukunftsfähig und die Wallfahrt lebendig machen“, so Grünwald.
„Eine Kirche wie diese ist nie fertig – so wie die Kirche nie fertig ist – und das sag’ ich als gläubiger Katholik“, konstatiert Franz Küberl, Obmann des Verein „Freunde und Förderer der Basilika Mariatrost“. Dazu präsentiert Küberl eine lange Liste an baulichen Mängeln und Problemen, die die Dringlichkeit der Sanierung deutlich macht. So ein Projekt lässt sich nur verwirklichen, „wenn viele Hände, Köpfe und Herzen zusammenhelfen“, resümiert Küberl.

Öffentliche und private Unterstützung
Für das Gelingen dieses Riesenprojektes absolut notwendig ist vielfältige Hilfe, und Franz Küberl ist sehr froh über die guten Unterstützungsgespräche mit dem Land Steiermark, mit der Stadt Graz, mit der Diözese und mit privaten Spendenpartnern.
Gestartet wurde nun mit der Basilika-Innenrenovierung. Als Spendenpartner erklärt Klaus Scheitegel, Generaldirektor der GRAWE: „Für uns ist das kein Sponsoring in ein Gebäude, sondern ein nachhaltiges Investment für Menschen.“ Denn „gerade in dieser Zeit, wo wir uns alle distanzieren sollen, ist Kirche ein Ort der Begegnung.“ Außerdem haben die Kirche und die Versicherungssparte etwas gemeinsam: Beide haben mit den „Risiken und Sorgen der Menschen zu tun“.
Auch die Firma Saubermacher mit Hans Roth ist als Spendenpartner mit an Bord. „Wer aus Gnas kommt, kann seine Nähe zum Glauben und zur Kirche nicht abstreiten. Gesellschaftliche Verantwortung war immer ein Teil unserer Philosophie, und wir hoffen, einen kleinen Beitrag leisten zu können, um hier Gutes zu tun und zu helfen“, fügt Roth hinzu.
Für den Vorstandssprecher der Energie Steiermark, Christian Purrer, war schnell klar, dass das regional verwurzelte Unternehmen die Sanierung unterstützt: „Wir freuen uns, wenn wir helfen können, dass die Basilika Mariatrost wieder in vollem Glanz erstrahlt und als Energiekraftwerk zur Verfügung steht“, so Purrer.

Spenden für Mariatrost
Bundesdenkmalamt: AT 070100 0000 0503 1050 – Basilika Mariatrost – Renovierung. Ihre Spende ist steuerlich absetzbar!

IM ORIGINALTON 
Franz Küberl ist der Obmann des Vereins „Freunde und Förderer der Basilika Mariatrost“.

Spenden-Bemühungen, die nach Zukunft schmecken
Die Basilika Mariatrost – Trost für viele tausende Menschen – ist in die Jahre gekommen. Daher braucht es eine gewaltige Anstrengung, dieses bauliche und geistliche Schmuckstück unserer Stadt und unseres Landes „zukunftsfit“ zu machen.

Die Dringlichkeit der Sanierung ist mehr als deutlich. Deshalb haben wir im Rahmen des „Entwicklungsprojektes MARIATROST 2030“ mit dem „Teilprojekt 1“, der Basilika-Innenrenovierung, begonnen. Der Pfarrgemeinderat hat zur Spendenaufbringung für dieses große Werk angeregt, einen Verein zu gründen. Dieser Verein „Förderer und Freunde der Basilika MARIATROST“ hat sich vorgenommen, für die Generalsanierung zwischen 2020 und 2023 jährlich 250.000 Euro, also insgesamt 1,000.000 Euro aufzubringen.

Neben der Unterstützung durch das Land Steiermark, die Stadt Graz und Großspender soll auch ein Unterstützungskomitee helfen, die nötigen Geldmittel aufzutreiben: Freundlicherweise haben bereits DI Christian Purrer, Dr. Irmgard Griss, Dr. Guido Held, Frau Landeshauptmann a. D. Waltraud Klasnic, Dr. Franz Krainer, Monika Martin und Altbürgermeister Alfred Stingl ihr Engagement zugesagt.

Diese große Summe zusammenzubringen gelingt nur, wenn viele Engagierte, viele „gebende Hände“ zusammenhelfen.
Wir vom Verein „Förderer und Freunde der Basilika Mariatrost“ wollen der nächsten Generation einen nach Zukunft schmeckenden Kraftort, eine Dank+Tankstelle der Gläubigkeit weitergeben. Und freilich, wir haben viele Ideen: Wir wollen Großspender anregen, Mariatrost-Fans begeistern, Kuriosum-Fans verzaubern, Kulturträger vernetzen, Benefiz-Konzerte entwickeln, Veranstaltungen durchführen, Zahlscheinbeilagen (wie  im SONNTAGSBLATT) platzieren, Basilika-Paten ansprechen, Bausteinaktionen durchführen, und …
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Mit einem neuen Slogan lädt
die Pfarre ein, das „Entwicklungsprojekt MARIATROST 2030“ zu begleiten.

Das Gesamtvolumen des Entwicklungsprojektes MARIATROST 2030 wird sich schließlich auf etwa acht Millionen Euro belaufen“, erklärt der Projektkoordinator, Provisor Dietmar Grünwald. Dabei sind für das Teilprojekt 1, die Basilika-Innenrenovierung, etwa 1,2 Mio. Euro veranschlagt. Sie wird in den Jahren 2020 und 2021 in zwei Phasen durchgeführt.
„Wir haben mit der Innenrenovierung begonnen und dort mit dem Herzen von Mariatrost – dem Hochaltar mit dem Gnadenbild der Muttergottesstatue“, erklärt Dietmar Grünwald. Daher ist derzeit der Großteil des Innenraumes gesperrt. „Doch schon zu Mariä Himmelfahrt, am 15. August, wird die Kirche (bis Ostern 2021) wieder zugänglich und auch das Feiern von Gottesdiensten wieder möglich sein“, freut sich Grünwald.

Erstes Teilprojekt: Basilika (2020–2021)
Die Basilika-Innenrenovierung ist das erste von drei Teilprojekten. Sie läuft seit Mai auf Hochtouren. Die salzbelasteten Putze in der Sockelzone müssen erneuert, die Fenster, Türen und nicht gefasstes Holzinventar restauriert und konserviert werden. Auch Hauptaltar und Seitenaltäre brauchen eine Konservierung und Restaurierung. Wände und Wandmalereien werden grob gereinigt und teils neu gefärbelt, Schäden restauriert. Zusätzlich müssen alle Elektroinstallationen, die Beleuchtung und Tonanlage der Basilika erneuert und an den Stand der Technik angepasst werden. Im Rahmen der Basilika-Innenrenovierung wird auch die Orgel gereinigt und das Orgel-Fernwerk instand gesetzt. Schließlich soll die Neugestaltung der Lourdes-Kapelle die Wallfahrenden zum Verweilen und zum Gebet einladen.

Weitere Teilprojekte (2024–2030)
„In weiteren Teilprojekten soll der grüne Purberg zu einem Wallfahrts- und Begegnungszentrum weiterentwickelt werden“, erzählt Dietmar Grünwald begeistert und zugleich respektvoll von der großen Herausforderung. „Derzeit sind wir in ausgezeichneten Entwicklungs-Gesprächen mit dem Land Steiermark und der Stadt Graz, ohne deren Ideen und Unterstützungen dieses Projekt überhaupt nicht durchgeführt werden kann“, so Grünwald. Schon im Herbst sollen diesbezüglich neue Schritte präsentiert werden.

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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