Hoffnungsmissionare
- Das Gebet ist die „erste Kraft der Hoffnung“, so Papst Franziskus in seiner Botschaft zum Weltmissionssonntag, die kürzlich veröffentlich wurde. Der Weltmissionssonntag wird in Österreich heuer am 19. Oktober begangen.
Im Bild: Ein Bub verliest beim Angelusgebet am 26. Jänner am Fenster des Apostolischen Palastes in Rom eine Friedensbotschaft. - Foto: KNA
- hochgeladen von SONNTAGSBLATT Redaktion
Zeichen der Menschlichkeit unter den Völkern sollen ChristInnen sein. Das wünscht Papst Franziskus zum Weltmissionssonntag.
Zum Weltmissionssonntag hat Papst Franziskus christliche Gemeinschaften dazu aufgerufen, Zeichen einer neuen Menschlichkeit und der Hoffnung zu sein. Vor allem die westliche Welt zeige „ernsthafte Symptome einer Krise des Menschlichen“, schreibt Franziskus in seiner Botschaft mit Blick auf den Welttag, der im Oktober stattfindet. Diese Krise lasse sich an einem Gefühl der Verlorenheit, Einsamkeit und Vernachlässigung der Älteren sowie an mangelnder Hilfsbereitschaft festmachen.
Den Weltmissionssonntag im Heiligen Jahr stellt Franziskus unter das Motto „Missionare der Hoffnung unter den Völkern“. Er lade dazu ein, Menschen „Nähe, Mitgefühl und Zärtlichkeit“ entgegenzubringen sowie persönliche Beziehungen aufzubauen und zu pflegen. Weiter schreibt der Papst: Der Ursprung des Christentums liege im Osterfest, in der Auferstehung Christi: „Wir sind also ‚Frühlingsmenschen‘, mit einem Blick voller Hoffnung, den wir mit allen teilen wollen.“
Es sei die Aufgabe von Christinnen und Christen, ihren Glauben zu teilen und das Evangelium zu verkünden. Denn: „In der modernen Gesellschaft ist die Zugehörigkeit zur Kirche nie etwas, das man ein für alle Mal erworben hat.“ Missionarisches Wirken als Weitergabe und Bildung eines reifen Glaubens erfordere die Einheit von Gebet und Handeln.
Nicht nur Priester und Ordensleute, sondern alle Getauften ruft der Papst dazu auf, ihre „missionarische Berufung“ aktiv zu leben und das Evangelium durch gelebte Nächstenliebe, den Dienst an den Armen und ein mutiges Glaubenszeugnis weiterzugeben. Auch innerhalb der Kirche sei eine „missionarische Synodalität“ vonnöten, um die Zusammenarbeit und das gemeinsame Zeugnis zu stärken.
Das Gebet ist laut Franziskus die „erste Kraft der Hoffnung“ und Quelle missionarischer Kraft. In seiner Botschaft verweist der Papst auf den vietnamesischen Kardinal Van Thuan, der während seiner Gefangenschaft durch Gebet und Eucharistie Hoffnung bewahrt habe. Besonders die Psalmen seien eine „große Symphonie des Gebets“, die Gläubigen auch in schwierigen Zeiten Kraft schenken könne.
Erst recht im von der Kirche gefeierten „Heiligen Jahr 2025“ möge den ChristInnen die zentrale Rolle Jesu Christi als Hoffnungsbringer vor Augen stehen. Dessen Botschaft von einem „Gnadenjahr des Herrn“ solle die Kirche in ihrem missionarischen Handeln zu den Menschen bringen. Den Weg Jesu, „Missionare der Hoffnung“ zu sein, müsse die Kirche fortsetzen, indem sie den Menschen neue Perspektiven und Zuversicht schenke. Die Spendenkampagne zum Weltmissionssonntag ist die größte Solidaritätsaktion von Katholikinnen und Katholiken weltweit.
Quelle: Kathpress
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.