6.Sonntag der Osterzeit: Helene Renner
Liebe ist nicht nur ein Wort ...

Der Muttertag, so Helene Renner, erinnert daran, dass echte Liebe immer Leben spendend und Leben fördernd ist.    | Foto: sakkmesterke/Adobe
  • Der Muttertag, so Helene Renner, erinnert daran, dass echte Liebe immer Leben spendend und Leben fördernd ist.
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Liebe ist nicht nur ein Wort, Liebe das sind Worte und Taten ... – so textet ein bekanntes Lied. Auch Jesus spricht so ähnlich zu den Jüngern in seiner Abschiedsrede, wie es im Evangelium zu diesem Sonntag heißt: „Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt; wer mich aber liebt, wird von meinem Vater geliebt werden und auch ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren.“

Seine Gebote wollen nicht leeres Reden von Liebe, sondern sie verlangen Taten der Liebe. „Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten“, so sagt er. Gottes Gebote wollen uns nicht das Leben erschweren, sondern zu einem gelingenden Leben helfen.

„Ihr sollt Gott und eure Nächsten lieben wie euch selbst“, so antwortet Jesus einmal auf die Fragen der Jünger nach dem wichtigsten Gebot, – Gottesliebe und Nächstenliebe sind nicht voneinander zu trennen.
Jesus erteilt uns eine klare Rüge, wenn wir uns rühmen, Gott zu lieben, aber unsere Schwestern und Brüder geringschätzen. Unsere Gottesliebe muss sich in unserem Reden und Handeln erweisen, braucht Hand und Fuß und ein offenes Herz, das bereit ist zu lieben.

Wir versagen dabei oft und Jesus weiß das, er verspricht uns deshalb himmlische Hilfe: „Ich werde euch nicht als Waisen zurücklassen, ich komme zu euch“, sagt er und verspricht, dass er uns „einen Beistand“ sendet, den Heiligen Geist. Dieser wird uns alles lehren und an alles erinnern, was er, Jesus, gesagt und vorgelebt hat.
Mit der Hilfe des Gottesgeistes brauchen wir nicht verzagen und mutlos werden. Dieser wird uns mit Frieden erfüllen, göttlichem Frieden. Wenn wir unsere Welt anschauen, dann wird uns schmerzlich bewusst, wie sehr uns dieser Friede fehlt. Doch müssen nicht wir alle schuldbewusst bekennen, dass wir eben sehr wenig von Gottesliebe in die Welt tragen und es deshalb so friedlos geworden ist? Dabei wird heute viel von Liebe geredet, meint dabei aber oft nur Eigenliebe oder kurze, oft verkitschte oberflächliche Emotionen sowie die Erfüllung eigener sexueller Bedürfnisse. Echte Liebe ist anders.

Liebe zeigt sich nicht nur in großen Taten, Liebe wird sichtbar und spürbar, wo Menschen einander respektvoll begegnen, wo Egoismus und Vorurteile überwunden werden, wo ein gutes Wort zur rechten Zeit gesprochen wird …, wo Vergebung geschieht. In kleinen Gesten und Zuwendungen kann sich Liebe zeigen.
Ich erinnere mich an eine Runde mit Jugendlichen, wo über Liebe diskutiert wurde. Es kam die Frage auf, ob lieben immer nur schön ist oder auch weh tun kann. Da wurde dann von schmerzlichen Erfahrungen berichtet, Erfahrungen von zurückgewiesener Liebe, von liebevollem Bemühen, das nicht angenommen wird usw. Diese schmerzliche Erfahrung macht Gott mit uns Menschen andauernd. Wir geben seiner Liebe wenig Raum in unserem Leben, weisen sie oft zurück und leben nur nach unserem eigenen Willen.

In Menschen, die sich nach Kräften bemühen, liebevoll miteinander umzugehen, offenbart sich Gottes fürsorgende, mütterliche, väterliche Seite

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Ich kann mir gut vorstellen, dass Gott dadurch leidet. Gottes Sohn Jesus brachte menschliche Lieblosigkeit und Abweisung sogar ans Kreuz.

Diesen Sonntag ist Muttertag, das passt ganz gut, da wird ja die Liebe gefeiert. Dieser Tag erinnert daran, dass echte Liebe immer Leben spendend und Leben fördernd ist. Das zeigt sich besonders, wenn neues Leben geboren wird, aber nicht nur da. Es wird immer dort sichtbar, wo liebevoll miteinander umgegangen wird, wo Egoismus keinen Platz hat, mütterliche Menschen leben uns das vor, dafür sind wir von Herzen dankbar. In ihnen wird immer ein Funke des Göttlichen erlebbar.

In Menschen, die sich nach Kräften bemühen, liebevoll miteinander umzugehen, offenbart sich Gottes fürsorgende, mütterliche, väterliche Seite.

Gott ist aber noch viel mehr als Mutter und Vater, Gott ist vollkommene Liebe, die uns geschenkt wird. Wenn wir Gottes Geistkraft in uns wirken lassen, werden wir fähig sein, diese Liebe in die Welt zu tragen.

Autor:

Kirche bunt Redaktion aus Niederösterreich | Kirche bunt

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