25. Sonntag 2025: Prof. Josef Spindelböck
Das Tun der Bösen und die Gerechtigkeit

Das Gleichnis vom unredlichen Verwalter. Gemälde von
A. N. Mironov (*1975). | Foto: Mironov, Wikimedia Commons
2Bilder
  • Das Gleichnis vom unredlichen Verwalter. Gemälde von
    A. N. Mironov (*1975).
  • Foto: Mironov, Wikimedia Commons
  • hochgeladen von Kirche bunt Redaktion

Woran hängt unser Herz? Was ist uns wirklich wichtig im Leben? Diese entscheidenden Fragen für uns ganz persönlich zu klären sind wir eingeladen, wenn wir an diesem Sonntag mit den Texten der Lesungen und des Evangeliums konfrontiert werden.

Schon die alttestamentliche Lesung aus dem Buch des Propheten Amos weist uns die Spur: Da geht es darum, dass der Prophet im Namen Gottes die Habgier und Gewinnsucht mancher Menschen kritisiert. Sie verlassen die Wege der Gerechtigkeit und übervorteilen ihre Nächsten. Die Reichen werden immer reicher und die Armen immer ärmer. Wie es für einen alttestamentlichen Propheten kennzeichnend ist, stellt er diesem Treiben der Menschen die göttliche Anwaltschaft für alle Armen und ungerecht Behandelten und Verfolgten gegenüber. Das Tun der Bösen wird ein Ende finden; letztlich siegt die Gerechtigkeit.

Lob der Klugheit

In der Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an Timotheus finden wir einen anderen Schwerpunkt: Hier geht es ganz klar um ein Leben in Gottesfurcht und wahrer Frömmigkeit. Die Bindung an das Irdische tritt zurück, und doch weiß der Apostel, dass es geordnete Verhältnisse hier auf Erden braucht, um – wie es heißt – „in aller Frömmigkeit und Rechtschaffenheit ungestört und ruhig leben zu können“ (1 Tim 2,2). Dieses Ziel soll die Christen dazu bewegen, für alle Menschen zu beten, besonders aber für diejenigen, welche herrschen und Macht ausüben. Und dann weist er hin auf den einzigen Mittler zwischen Gott und den Menschen, auf Jesus Christus. Denn Gott will das Heil aller Menschen und dass sie zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen.

Im Evangelium nach Lukas erzählt Jesus das Gleichnis vom unzuverlässigen und unehrlichen Verwalter. Als er von seinem Herrn abgesetzt wird, weiß er sich aus der Schlinge zu ziehen, indem er den Schuldnern seines Herrn einen großen Teil erlässt. So macht er sich bei ihnen beliebt, und sie werden für ihn sorgen, wie er annimmt. Nicht die Unehrlichkeit und die schlechte Verwaltung lobt Jesus hier, sondern seine Klugheit. Klug sollen auch diejenigen sein, die an Gott glauben und auf ihn hoffen. Ein kluger Mensch setzt die ihm zur Verfügung stehenden Mittel richtig ein. So kann er seine Ziele verwirklichen.

So gilt es, jede Anhänglichkeit an das Irdische hintanzustellen und zuerst das Reich Gottes zu suchen.

Jesus erinnert uns daran, dass wir nicht im Mammon – also im Besitz und Geld – unser Ziel finden. Vielmehr sind die materiellen Güter Mittel zum Ziel, indem wir sie im Dienst an unseren Nächsten zum Guten hin nutzen. Dann werden auch wir uns Freunde machen, und zwar nicht nur für diese Welt, sondern mehr noch im Himmel. So gilt es, jede Anhänglichkeit an das Irdische hintanzustellen und zuerst das Reich Gottes zu suchen. Denn niemand kann zwei Herren dienen. Wenn wir Gott dienen, dann wird unser Leben im Hinblick auf die Ewigkeit gute Früchte bringen. Dass dies so sein möge, dafür wollen wir beten und die Fürbitte der Gottesmutter Maria, des heiligen Josef und aller Engel und Heiligen des Himmels anrufen.

Das Gleichnis vom unredlichen Verwalter. Gemälde von
A. N. Mironov (*1975). | Foto: Mironov, Wikimedia Commons
Prof. Dr. theol. habil. Josef Spindelböck | Foto: zVg/www.spindelboeck.net
Autor:

Kirche bunt Redaktion aus Niederösterreich | Kirche bunt

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Powered by PEIQ