Interview: Wolfgang Pfoser
Ehemaliger Baudirektor über Robert Herfert
- DI Wolfgang Pfoser zeigt Kreuzweg-Stationen von Robert Herfert: einmal aus dem Jahr 1946, das andere aus 2006.
- Foto: Patricia Harant-Schagerl
- hochgeladen von Patricia Harant-Schagerl
DI Wolfgang Pfoser war 16 Jahre Bauamtsdirektor der Diözese St. Pölten und kennt die Werke des Künstlers Robert Herfert, die vielerorts in unserer Diözese zu sehen sind.
Als Baudirektor der Diözese hatten Sie mit Robert Herfert Kontakt. Kannten Sie ihn persönlich?
Architekt DI Wolfgang Pfoser: Ja. Erstmals haben wir beruflich bei der Gestaltung des Hauptplatzes von Prinzersdorf zusammengearbeitet. Seine Art zu arbeiten, hat mich sehr beeindruckt. Er konnte auf einen Raum gut reagieren und sah seine Kunst als Teil des Ganzen.
Wie würden Sie die Formensprache Herferts beschreiben?
Pfoser: Ich empfinde sie wie eine Art realistischer Expressionismus: sehr ausdrucksstark, impulsiv. Später kam es zu einer mehr informellen Phase. Es geht vom Erzählenden, Figuralen hin zur Symbolik, die – auch theologische – Botschaften übermittelt. Man sieht das an zwei Kreuzweg-Stationen, die eine entstand 1946, die andere 2006 (siehe Foto).
Welche Rolle spielte Herferts Religiosität?
Pfoser: Sie spielte eine große Rolle in seinem Leben und Wirken. Herfert konnte religiöse Inhalte gut vermitteln und bekam daher viele kirchliche Aufträge – auch deshalb, weil er im Vergleich mit anderen zeitgenössischen Künstlern immer neue Ausdrucksformen suchte.
Interview: Patricia Harant-Schagerl
Autor:Patricia Harant-Schagerl aus Niederösterreich | Kirche bunt |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.