Sport und Kirche
Kirche und Sport entwickeln gemeinsame Zukunftsprojekte
- Auf dem Foto v.l.: DSGÖ-Vorsitzender Josef Eppensteiner, Sportunion-Präsident Peter McDonald, Bischof Alois Schwarz und der Präsident der Sportunion NÖ, Raimund Hager.
- Foto: Wolfgang Zarl
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Sport und Kirche wollen sich in Zukunft noch stärker verbinden: Darum ging es bei einem Austausch mit Österreichs Sportbischof Alois Schwarz und hochrangigen Sportvertretern.
Sport und Kirche wollen ihre Zusammenarbeit in Österreich weiter ausbauen. Bei einem Austausch mit Bischof Alois Schwarz, der in der Österreichischen Bischofskonferenz u. a. auch für Sportagenden zuständig ist, wurden konkrete gemeinsame Projekte von Kirche und organisiertem Sport für die Zukunft entwickelt: Darunter eine stärkere Einbindung des Sports in die Pfarrarbeit, die Nutzung kirchlicher Räume für Bewegungsangebote sowie gemeinsame Wallfahrten nach Mariazell und Rom.
Am Gespräch nahmen der Vorsitzende der Diözesansportgemeinschaft (DSGÖ) Josef Eppensteiner, der österreichische Sportunion-Präsident Peter McDonald und der Präsident der Sportunion Niederösterreich, Raimund Hager, teil. Sportunion und DSGÖ arbeiten bereits bisher eng zusammen. So hat die Sportunion auch christliche Werte in ihren Satzungen verankert.
Ein wichtiges Thema der Gespräche war auch die Pfarrgemeinderatswahl 2027. Diskutiert wurde die Idee, in Pfarren verstärkt Verantwortliche für den Bereich Freizeitpastoral zu gewinnen. Sie könnten als Bindeglied zwischen Pfarrgemeinde, Sportvereinen und den Menschen auf den Sportplätzen wirken.
Damit soll die Kirche auch dort präsent sein, wo viele Menschen einen großen Teil ihrer Freizeit verbringen und Gemeinschaft erleben. Sportvereine wiederum könnten neue Anknüpfungspunkte an die Pfarren erhalten und von deren „spirituellen Schätzen und Werten“ profitieren.
Kirche und Sport haben zahlreiche Möglichkeiten für neue Kooperationen.
Eine weitere konkrete Idee betrifft die Nutzung kirchlicher Räumlichkeiten. Pfarrsäle könnten verstärkt für Angebote von Sportunion-Vereinen geöffnet werden, beispielsweise für Seniorenturnen, Kinderbewegungsangebote oder Mutter-Kind-Turnen.
Davon könnten beide Seiten profitieren: Vereine erhalten zusätzliche Möglichkeiten für ihre Angebote, während Pfarrzentren noch stärker zu offenen Orten der Begegnung für unterschiedliche Generationen werden, waren sich die vier einig.
Für das Jahr 2027 gibt es bereits eine weitere größere gemeinsame Vision: Eine Sternwallfahrt von Diözesansportgemeinschaft und Sportunion nach Mariazell. Diese Wallfahrt, so der Wunsch, soll Menschen aus mehreren Bundesländern zusammenführen. Angedacht sind Wallfahrtsgruppen aus mehreren Regionen Österreichs. Sportliche Bewegung, Gemeinschaft und Spiritualität sollen dabei miteinander verbunden werden. Mit Mariazell, dem bedeutendsten Wallfahrtsort Österreichs, bietet sich hierfür ein besonderes Ziel an.
Mit dem Sportbischof nach Rom
Als weiteres gemeinsames Projekt wurde eine Romwallfahrt 2027 mit Sportbischof Alois Schwarz diskutiert. Auch dabei soll sichtbar werden, dass Sport und Glaube viele gemeinsame Werte haben: Gemeinschaft, Fairness, gegenseitigen Respekt oder auch die Freude am Miteinander.
Der sommerliche Austausch zeigte, dass zwischen Kirche und Sport zahlreiche Möglichkeiten für neue Kooperationen bestehen. Ziel ist es, die bestehenden Verbindungen weiter auszubauen und mit konkreten Projekten Menschen in Pfarren und Sportvereinen zusammenzubringen.
Die Sportunion Österreich hat christlich-soziale Werte fest in ihren Statuten verankert und versteht sich als eine an diesen Werten orientierte Gemeinschaft. Der Verband wurde nach dem Zweiten Weltkrieg im Wiener Schottenstift gegründet, um auf Basis des christlichen Menschenbildes einen parteipolitisch unabhängigen Sportdachverband aufzubauen.
Wolfgang Zarl
Autor:Kirche bunt Redaktion aus Niederösterreich | Kirche bunt |
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