Konzertkritik von Franz Reithner
Sonne, Mond und Sterne
- Prandtauerkirche in St. Pölten
- Foto: Markus Ledl/Wikipedia commons
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Franz Reithner, Mitarbeiter in der Abteilung Kirchenmusik, über zwei Konzerte im Rahmen von Musica Sacra.
Von „Sonne, Mond und Sternen“ sangen Maria Ladurner, Sopran und Andreas Bolz, Orgel, in der Prandtauerkirche in St. Pölten. Spätromantisches aus Frankreich, Deutschland und Österreich stand auf dem Programm. Mit herzerwärmendem Stimmklang und berührendem Ausdruck ließ die Sängerin das Leuchten der Gestirne nach Noten von C. Debussy, H. Wolf und G. Fauré über dem Publikum aufgehen. Andreas Bolz steuerte Orgelwerke von L. Vieren, S. Karg-Elert oder Hessenberg bei und erwies sich als ebenso souveräner Solist, der mit dem reichhaltigen Instrument unzählige Facetten von Lichtfarben in Klang umzusetzen wusste.
Im Dom konzertierte das „Aust-rian Brass Consort“ mit vier Trompeten, vier Posaunen, Tuba und Schlagwerk. Das Ensemble arrangierte geistliche Vokalwerke vom 15. bis zum 20. Jahrhundert und beeindruckte durch eine saubere, homogene und spannende Interpretation. Bekannten „Klassikern“ wie dem „Ave Maria“ von F. Schubert oder dem „Abendlied“ von J. G. Rheinberger stand Unbekanntes von J. Gallus oder O. Gjeilo gegenüber. Posaunist, Arrangeur und Mastermind der Gruppe, Maximilian Petz, versteht es, die klanglichen Möglichkeiten der Gruppe optimal einzusetzen. Das Publikum war begeistert.
Die nächsten Termine: www.festival-musica-sacra.at
Autor:Kirche bunt Redaktion aus Niederösterreich | Kirche bunt |
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