Nach Bauarbeiten Wiedereröffnung im Mai
Diözesanmuseum wird „MUSEUM AM DOM St. Pölten“

Barbara Taubinger hat Anfang des Jahres die Leitung des „MUSEUM AM DOM St. Pölten“ übernommen.
  • Barbara Taubinger hat Anfang des Jahres die Leitung des „MUSEUM AM DOM St. Pölten“ übernommen.
  • Foto: Florian Feuchtner
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Unter dem neuen Namen „MUSEUM AM DOM St. Pölten“ öffnet das Diözesanmuseum am Wochenende des Niederösterreichischen Museumsfrühlings (16./17. Mai) nach fast einjährigen Adaptierungsarbeiten wieder seine Tore. Die Eröffnungsausstellung „Himmlische Seelen. Knöcherne Juwelen“ lädt zur Auseinandersetzung mit Reliquien und deren Verehrung ein.

Das Wort „Diözesan“ werde heute nicht mehr unmittelbar verstanden, zudem grenze es massiv ein, „was wir kuratieren, zeigen, verbinden können“, erklärt MMag. Barbara Taubinger, die das Museum seit Jahresbeginn leitet, die Namensänderung. „Zu den Besonderheiten unseres Museums zählen sicherlich die kunsthistorisch reichen Bestände aus den Pfarren der Diözese sowie der umfangreiche Sammlungsbestand, die seit der Gründung im Jahr 1888 hier betreut werden“, so die Museumsdirektorin. Das Museum sieht sie als „Schmuckstück“ in einer kulturell aufblühenden Landeshauptstadt. Die neue Bezeichnung beschreibe schlichtweg markanter, „dass wir ein kirchliches, kunsthistorisches, diözesan verankertes, mit klarem Gründungsauftrag ausgestattetes Haus direkt im Zentrum der Domstadt sind“. Der Name „MUSEUM AM DOM St. Pölten“ zeige dies auch eindeutig nach außen, so Taubinger.

Bischof Alois Schwarz war es ein großes Anliegen, die Neuerungen zu unterstützen. „Aus unserem kirchlichen Sendungsauftrag heraus hat ein Museum einen pastoralen, seelsorgerischen Aspekt. Wir wollen als Kirche in der Gegenwart für die Gegenwart wirken, wir wollen im Dialog und relevant sein“, so Schwarz. Mit der Bestellung der Museumsdirektorin konnte dieser Gedanke konkret werden.

Direktorin Taubinger sieht das Vermitteln von sakralen Inhalten über kulturelle Zugänge als Kernaufgabe kirchlicher Museen. Allerdings müsse das Lesen von kirchlicher Kunst heute neu gelernt, Codes neu entziffert werden, so Taubinger. Als Historikerin und Kunsthistorikerin sei ihr einerseits der Dialog mit einem breiten Publikum, andererseits die Vernetzung mit städtischen und niederösterreichischen, aber auch internationalen Kulturschaffenden ein großes Anliegen. „Wir leben in einer europäischen Boomtown, es wird gebaut, zugezogen, es entstehen Grätzel, Szenen, Communities, und wir sind am Domplatz mittendrin. Es wird eine große Freude sein, mitten in unserer Domstadt St. Pölten initiativ und kreativ mitwirken zu können – und mit dem MUSEUM AM DOM St. Pölten den Blick auf die sakrale Kunst und das große Erbe christlichen Kulturlebens zu richten“, so Taubinger.

Eröffnung im Mai

Das MUSEUM AM DOM St. Pölten wurde als Diözesanmuseum St. Pölten bereits 1888 gegründet und war das erste derartige Museum in Österreich. Unter der Patronanz des christlich-religiösen Kunstvereins in Niederösterreich erlebte es in seinen Anfängen eine reiche und vielfältige Sammeltätigkeit. Das Museum wird ab 16. Mai für den Besuch geöffnet. Anlässlich des Niederösterreichischen Museumsfrühlings wird es eine Reihe besonderer Aktivitäten und Führungen geben, unter anderem die Schaurestaurierung einer Reliquie, spezielle museumspädagogische Angebote für Kinder sowie eine Führung, die Jugendliche gemeinsam mit Bischof Alois Schwarz gestalten.

Autor:

Kirche bunt Redaktion aus Niederösterreich | Kirche bunt

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