Österreichweit 300.000 Teilnehmer
Streifzug durch die "Lange Nacht der Kirchen"

Euratsfeld
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Bei der österreichweiten „Langen Nacht der Kirchen“ öffneten am 23. Mai 700 Kirchen ihre Türen und boten 2.000 Programmpunkte: Das Angebot beinhaltete Vorträge, Diskussionen, Konzerte, Kultur, Kulinarik – und natürlich Spiritualität und Gottesdienste. Beteiligt waren heuer alle österreichischen Diözesen, 300.000 Teilnehmer waren österreichweit laut den Organisatoren dabei.

Vor allem stand die „Lange Nacht“ im Zeichen von Begegnungen mit der Pfarre, das zeigten u. a. die vielen Einladungen zu Speis und Trank.

60 Pfarrgemeinden und kirchliche Institutionen beteiligten sich in der Diözese St. Pölten. Auch die Ordensgemeinschaften gaben vielen Interessierten Einblicke in ihr Alltagsleben. Auffallend waren heuer die teils spektakulären Beleuchtungen von Pfarrkirchen – innen und außen. Manche Pfarren nutzten die Nacht als Experiment für den öfteren Gebrauch.

Von der Präsentation liturgischer Gewänder über Kirchenführungen bis hin zu aufwändig und stimmungsvoll gestalteten Gottesdiensten und Konzerten: Das Programm in den Pfarrgemeinden wurde wieder bunt und vielfältig gestaltet – und zwar für Kinder, Erwachsene und Senioren, waren sich viele Teilnehmende einig.

Als Besuchermagnet erwies sich wieder der St. Pöltner Dom. In und um den Dom konnten die Gäste im Kapitelgarten basteln, bekamen die Orgel erklärt oder konnten bei einem Rundgang mit Weihbischof Anton Leichtfried mehr über das Bistumsgebäude erfahren.

Ökumenisch geprägt

Die ökumenische Veranstaltung war auch geprägt von Gottesdiensten mit evangelischen oder orthodoxen Glaubensgeschwistern. In Tulln hat sich in den letzten Jahren der „Tulli-Express“ bewährt, bei dem die christlichen und islamischen Glaubensgemeinschaften gemeinsam die jeweiligen Gotteshäuser besuchen. So lernt man einander besser kennen.

Die „Lange Nacht der Kirchen“ fand bereits zum 20. Mal statt und hat sich als Fixpunkt im kirchlichen und kulturellen Kalender etabliert. Sie richtet sich an alle – egal ob gläubig, suchend oder einfach interessiert. Und sie zeigt, wie viel Interessantes und oft Unentdecktes in unseren Kirchen steckt.

Auch Oasen des Glaubens, der Spiritualität und des Innehaltens konnten erlebt werden: etwa bei Führungen durch die Kartause Aggsbach oder im geöffneten Klostergarten von Maria Taferl.

Autor:

Wolfgang Zarl aus Niederösterreich | Kirche bunt

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