KiN-Präsident Thomas Heine-Geldern zieht erschreckende Jahresbilanz
„Kirche in Not“: 2019 war ein Märtyrer-Jahr

Thomas Heine-Geldern, oberster Vertreter des katholischen Hilfswerks „Kirche in Not“ und aus St. Martin/Ybbsfelde stammend, spricht in einer Bilanz über das Jahr 2019 von „einem der blutigs­ten Jahre für Christen in der Geschichte“.

Das Jahr 2019 war ein Märtyrerjahr“ – diese ungeschminkte Bilanz zog der Präsident von „Kirche in Not“, Dr. Thomas Heine-Geldern, in einer Aussendung. Er spricht darin von einem „der blutigsten Jahre für Christen in der Geschichte“ mit den Attentaten auf drei Kirchen in Sri Lanka mit mehr als 250 Toten als traurigem Höhepunkt. Aber auch die Lage der Christen in China oder Indien „bereitet uns große Sorge“, so Heine-Geldern.

Leid der Christen

Das kirchliche Hilfswerk „Kirche in Not“ ist in 140 Ländern der Welt aktiv. Heine-Geldern ist seit April 2018 an der Spitze der Organisation und ist in Wien und St. Martin/Ybbsfelde in der Diözese St. Pölten wohnhaft. Als positiv bewertete der Präsident, dass in Westeuropa jetzt Politiker und Meinungsbildner deutlich mehr über Religionsfreiheit sprechen würden. Als besonders ermutigendes Beispiel zitierte er dabei die weihnachtliche Videobotschaft des britischen Thronfolgers Prinz Charles für „Kirche in Not“, in der dieser auf das weltweit zunehmende Leid und die Verfolgung von Christen hinwies und zur Solidarität aufrief.
Dennoch geschehe seitens der Politik zu wenig zum Schutz der Christen. Multi- und zwischenstaatliche Organisationen wie die Europäische Union oder die Vereinten Nationen müssten Religionsfreiheit als ein fundamentales Menschenrecht auf allen Ebenen und in allen Ländern ermöglichen und schützen, so Heine-Geldern.

Immer präsent in Gedanken und Gebet sei für „Kirche in Not“ die Situation der Christen im Nahen Osten. Besonders im Irak und in Syrien gehe die Zahl der Christen dramatisch zurück. Besonders besorgniserregend sei auch die Lage der Christen in Nigeria, wo die islamistischen Terroristen von Boko Haram im Norden des Landes ihr Unwesen treiben. Dort wurde am Heiligen Abend ein vorwiegend von Christen bewohntes Dorf angegriffen und sieben Menschen erschossen. Nur einen Tag später habe dann die IS-Splittergruppe ein Video veröffentlicht, das die Hinrichtung von zehn Christen im Nordosten Nigerias zeigte.

Fatal sei 2019 auch für die Christen in Burkina Faso gewesen, wo Christen aus manchen Landesteilen sukzessive hinausgedrängt, Schulen und Kapellen geschlossen werden müssen. Im Vorjahr habe es dort mindestens sieben Attacken auf christliche Gemeinden gegen, dabei seien 35 Christen – darunter zwei Priester und zwei Pastoren – ermordet worden, so Heine-Geldern.

„Kirche in Not“ blicke aber auch mit Dankbarkeit auf das vergangene Jahr. „Das Schöne an unserer Arbeit ist, dass wir neben dem Kreuz und dem Leiden auch ganz nah die große Hingabe und Liebe vieler Menschen erleben können.“

Autor:

Kirche bunt Redaktion aus Niederösterreich | Kirche bunt

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