Versammlung der armenisch-apostolischen Kirche
Armenische Bischöfe in St. Pölten
- Anlässlich der Versammlung der Bischöfe der armenisch-apostolischen Kirche in St. Pölten gab es im St. Pöltner Dom ein gemeinsames Gebet mit Bischof Alois Schwarz und Weihbischof Anton Leichtfried.
- Foto: Planitzer
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Im Vorfeld der nicht öffentlichen Versammlung der Bischöfe der armenisch-apostolischen Kirche (17. bis 19. Februar) in St. Pölten war bekannt geworden, dass einige Bischöfe wegen eines verhängten Ausreiseverbots nicht anreisen konnten. Davon betroffen war auch Katholikos Karekin II., Oberhaupt der armenisch-apostolischen Kirche. Die armenische Staatsanwaltschaft hatte gegen ihn ein Strafverfahren eingeleitet, damit verbunden war auch ein Ausreiseverbot. Die Bischöfe, die nicht persönlich nach St. Pölten reisen konnten, werden online an den Beratungen teilnehmen, hieß es im Vorfeld der Tagung.
Die armenischen Behörden gehen seit Monaten mit harter Hand gegen die Kirche vor. Einige Bischöfe sind bereits in Haft. Die armenische Kirchenleitung wehrt sich vor allem durch die Absetzung von Bischöfen, die gemeinsam mit der Regierung gegen Karekin II. auftreten.
Die Beratungen der armenischen Bischöfe hätten ursprünglich schon im Dezember 2025 in Etschmiadzin am Sitz der armenisch-apostolischen Kirche stattfinden sollen. Aufgrund des Konflikts zwischen Kirche und Regierung war eine Durchführung in Armenien laut Kirchenleitung aber nicht möglich. Wie Erzbischof Nathan Hovhannisyan gegenüber armenischen Medien sagte, lasse sich die Kirche von der armenischen Regierung und der Strafverfolgung durch die Behörde nicht einschüchtern. Die Kirche sei kein willfähriges Anhängsel des Staates bzw. bestimmter politischer Kräfte, hielt er fest. Hovhannisyan ist Direktor der Abteilung für Außenbeziehungen der armenischen Kirche und ein enger Mitarbeiter von Katholikos Karekin II.
Autor:Kirche bunt Redaktion aus Niederösterreich | Kirche bunt |
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