Waidhofen/Ybbs-Zell
Tradition des Agatha-Brotes belebt
- Foto: Piaty
- hochgeladen von Wolfgang Zarl
Alte Bräuche geraten oft in Vergessenheit, besonders wenn der Ursprung rund 1800 Jahre zurückliegt. Der junge Kaplan Luca Fian hat sich des Wirkens der heiligen Agatha, deren Gedenktag am 5. Februar ist, in Waidhofen/Ybbs wieder angenommen und so wurde das bekannte Agatha-Brot ausgegeben. Bäckermeister Thomas Piaty und sein Backteam stellten das Brot in der überlieferten Form wieder her. Nach der heiligen Messe in der Zeller Pfarrkirche segnete Luca Fian das Brot direkt vor dem 101 Jahre alten Dampfbackofen der Bäckerei Piaty.
Agatha-Brot, in das ein Kreuz geschnitten wird, oder Agathabrötchen, wird in vielen Orten zum Segnen in die Kirche gebracht. Mancherorts kommt aber auch ein Priester schon am frühen Morgen direkt in die Bäckerei und segnet dort das ofenfrische Brot.
Agatha von Catania (geb. um 225 in Catania auf Sizilien; gest. um 250) starb wahrscheinlich unter Kaiser Decius zwischen 249 und 251 als geweihte Jungfrau und Märtyrin. Sie gilt als Helferin bei Kinderlosigkeit, Brandwunden, Brusterkrankungen und Viehseuchen. Fotos (2): Piaty
Autor:Wolfgang Zarl aus Niederösterreich | Kirche bunt |
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