Erzählung
Winterliche Gedanken

Und meine Seele spannte weit ihre Flügel aus, flog durch die stillen Lande, als flöge sie nach Haus“ (Joseph von Eichendorff). Mein Blick und meine Gedanken schweifen in die Ferne. Die zauberhafte Winterlandschaft mit sanften Hügeln bringt Ruhe in mein Herz. Die Einfachheit des Seins bewusst wahrnehmen.
Die Erde steht still, hält den Atem an. Zeit für uns, Zeit zum Träumen, Zeit zum Nachdenken, Zeit für Einsamkeit, Zeit für Gelassenheit, Zeit für Geduld, Zeit für Achtsamkeit, Zeit zum Durchatmen – alles im Leben hat seine Zeit.
Für viele Menschen aber auch eine Zeit der Traurigkeit, Melancholie, vielleicht auch Depression. Die letzten Monate, ja Jahre, waren wahrlich nicht einfach – keine oder nur eingeschränkte soziale Kontakte …
Doch die Natur mit ihren unzähligen Schönheiten kann unser Gemüt erhellen, unser Herz erfreuen. Es kommt auch wieder eine andere Zeit. Der Frühling wird wieder ins Land ziehen. Ja, aber wann, fragen Sie, wann? Bald, sehr bald … noch ein bisschen Zeit für Geduld.
Wir werden wieder fröhlich sein und unbeschwert, endlich wieder Freiheit genießen, Dinge tun, die „früher“ ganz selbstverständlich waren... Zeit zum Aufblühen.
Für alle, die traurig und einsam sind, ein „Irischer Segenswunsch“ von meiner Lieblingsinsel: „Möge die Straße dir freundlich entgegenkommen. Mögest du den Wind immer im Rücken haben. Möge die Sonne warm auf dein Gesicht scheinen. Und der Regen sanft auf deine Felder fallen. Und bis wir uns wiedersehen, möge Gott dich schützend in seiner Hand halten.“
Margret Seiberl

Autor:

Kirche bunt Redaktion aus Niederösterreich | Kirche bunt

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