Steirische Missionare

Beiträge zum Thema Steirische Missionare

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Schlicht und blau mit einem einfachen Holzkreuz – so erkennt man die Kleinen Schwestern Jesu. Kleine Schwester Marianne Theresa, Kleine Schwester Sabine und Kleine Schwester Monika Miriam (v. l.) leben seit Juli 2019 in Graz.

Steirische Missionare | Sr. Monika Miriam | Teil 19
Zeuginnen der Zärtlichkeit

Es ist ein regnerischer Abend, als ich in eine Seitenstraße im Bezirk Jakomini einbiege. Die Wohnhäuser der Siedlung sind auffällig orange, und der erleuchtete Eingang ist nicht zu verfehlen. Unter den vielen Klingelschildern sticht eines ins Auge. „Kleine Schwester Jesu“ steht dort. „Das hat die Hausverwaltung so draufgeschrieben“, erzählt mir Kleine Schwester (KS) Monika Miriam später. Warum klein? „Wir leben einfach. Wir teilen die Lebens- und Arbeitsbedingungen der kleinen Leute“, erklärt...

  • 01.12.19
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P. Thomas zusammen mit einem Mitbruder (mit Kappe) aus Polen und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Pfarre Rejeng vor dem Pfarrhaus. Fotos: privat
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Steirische Missionare | Pater Thomas Krump | Teil 18
Zur Not auch hoch zu Ross

Pater Thomas Krump erinnert sich noch gut an seine Ankunft in Indonesien im Jahr 1962. Er war mit zwei neuen Puch-Fahrrädern im Gepäck angereist, die ihm die damalige Grazer Firma gesponsert hatte. Doch als er die unwegsame, scheinbar undurchdringliche Dschungel-Landschaft und die hohen Berge der Insel das erste Mal mit eigenen Augen sah, schickte er die beiden Drahtesel per Schiff wieder nach Hause. Stattdessen sattelte er echte Pferde und besuchte bis in die späten achtziger Jahre seine...

  • 10.11.19
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Fröhlichkeit steckt an. Sr. Dorothea (rechts vorne) auf Heimatbesuch im Grazer Mutterhaus mit Mitschwestern.
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Steirische Missionare | Sr. Dorothea | Teil 16
Bin Istanbulerin geworden

Aufgewachsen ist sie in der Oststeiermark, in Pischelsdorf, geboren 1962. „Ich hätte damals in die Haushaltungsschule, Handelsschule oder Krankenpflegeschule gehen können. Aber die Frage, was ist denn eigentlich meine Berufung, wuchs in mir.“ So schnell konnte sie sich damals nicht entscheiden, mit 14, 15 las sie oft die „Stadt Gottes“ und erkannte auch dadurch, was ihre Berufung war. „Der Wunsch zu einem geistlichen Leben wurde stärker und auch der Wunsch, Missionarin zu werden. Mit 16 bat ich...

  • 13.10.19
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Ein herrlicher Blick auf Istanbul, links oben der asiatische Teil, tut sich von der Terrasse der Wohnung der Barmherzigen Schwestern im St.-Georgs-Krankenhaus auf. Das tut der Steirerin Sr. Marianne Urban (links) und der Polin Sr. Arleta Chmist wohl.
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Steirische Missionare | Sr. Marianne Urban | Teil 15
Eine Ligisterin, die mehr wollte

Sofort daheim fühlte sich die Weststeirerin Sr. Marianne Urban bei den Mitschwestern in Istanbul. Überall, wo man sie braucht, ist sie. Täglich gebetet wurde in der Familie von Sr. Marianne Urban. Sie wuchs, geboren am 7. August 1959, als zweites von neun Kindern auf einem Bauernhof in der Pfarre Ligist auf. Um in der Küche zu arbeiten, kam sie 1974 zu den Barmherzigen Schwestern in die Mariengasse nach Graz. Die Barmherzigen Schwestern faszinierten sie. „Ich spürte den Ruf, ich will mehr“,...

  • 29.09.19
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Gelebte Gemeinschaft hat Sr. Brigitta (ganz links) von Anfang an im Kongo erfahren – hier mit der Lebensgruppe der MC in Yemo.
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Steirische Missionare | Sr. Brigitta Raith | Teil 14
Wenn Berufung „packt“

Mission hat mit Offenheit und Lernbereitschaft zu tun, in der Steiermark genauso wie im Kongo“, davon ist Sr. Brigitta Raith von den Missionarinnen Christi überzeugt. „Als Jugendliche war ich allergisch gegen ‚Mission‘“, erinnert sich Sr. Brigitta. Inzwischen ist sie seit über 30 Jahren bei der Gemeinschaft der Missionarinnen Christi. Dort begann sie zu verstehen, dass Mission überall ist, nicht nur in Afrika, Asien und Lateinamerika. „Mission beginnt in meinem Umfeld. Es bedeutet, das...

  • 15.09.19
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Organisationstalent und Herzenswärme stellt Sr. Raphaela seit 13 Jahren bei ihrem Wirken in Brasilien unter Beweis.
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Steirische Missionare | Sr. Rahpaela | Teil 13
Eine Oase im „Haus der Sonne“

Wenn es um ein klassisches missionarisches Selbstverständnis geht, wehrt Schwester Gabriela Maria Leitzinger sofort ab. „Ich bin ja gar keine Missionsschwester, sondern arbeite ‚nur‘ in der Verwaltung der Franziskaner Schulschwestern in Brasilien.“ Im Rahmen eines Filmprojektes des Welthauses konnte ich Schwester Raphaela, so ihr Ordensname, und die Arbeit der Franziskaner Schulschwestern in Araraquara kennenlernen. Sr. Raphaela hat mir bei den Dreharbeiten eindringlich vor Augen geführt, wie...

  • 01.09.19
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Ruhig auf Menschen zu. Ein Steirer lebt als Prior im Kloster Belém in Brasilien.
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Steirische Missionare | Pater Stanislaus | Teil 12
Anstecken mit Glaubensfreude

          Ich bin nicht gerade der Volksprediger, aber wenn es gelingt, jemanden mit Freude zu erfüllen, dann ist das schon sehr schön. Den Menschen zu ermöglichen, die Erfahrung Gottes zu machen, und aufzuzeigen, dass alles andere Irrwege sind.“ So sieht Pater Stanislaus aus Naas bei Weiz – „kurz vor der Weizklamm, aufgewachsen auf einem Bauernhof“ – seinen Dienst als Missionar. Wie er in den Orden gefunden hat, bleibt sicher ein Geheimnis, auf jeden Fall war es „Liebe auf den ersten Blick“....

  • 18.08.19
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Ein Netzwerker. Der Steirer Alexander Jernej koordiniert das ökumenische Komitee in Istanbul. Die St.-Georgs-Gemeinde ist ein Begegnungsort für Österreicherinnen und Österreicher in Istanbul.
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Steirische Missionare | Alexander Jernej | Teil 11
Er möchte verbinden

Nach der Matura begann der 1961 in Premstätten Geborene in Graz Medizin zu studieren. „Das Priesterwerden ist mir geschenkt worden. Während des Studiums, mit 23. Dafür bin ich sehr dankbar.“ Bei einer Bibelrunde hat es ihn faktisch „erwischt“, so drückt er es aus. Das Leben nahm eben eine andere Richtung. „Der Gedanke, Priester zu werden, war für mich ganz deutlich.“ Was macht ein Arzt, was macht ein Priester? Das war damals die entscheidende Frage, und es ging für ihn darum, sich auf die...

  • 04.08.19
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Beim Trocknen von rotem Pfeffer in Sonbukdong.
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Steirische Missionare | Sr. Zita Feldhofer | Teil 8
Geduld, Wachsamkeit und Liebe

Mit zehn Geschwistern in Riegersbach, Pfarre Vorau, aufgewachsen, fand Zita Feldhofer sich in einer glücklichen Familie. Ihre Schulzeit fiel dagegen in eine weniger glückliche Zeit. Es war Krieg – und der Schulbesuch daher nur eingeschränkt möglich. Den ersten Ruf in die Mission weckte ein Bild einer Missionsschwester, umringt von Kindern in Afrika, das Zita in jungen Jahren in der heute noch publizierten Zeitschrift „Stadt Gottes“ der Steyler Missionare entdeckte. Den letzten Anstoß gab die...

  • 07.07.19
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Gemeinsam auf dem Weg mit den Armen Brasiliens war und ist die in Pischelsdorf geborene Missionarin Sr. Elfriede Prem (rechts). „Geht und macht zu meinen Jüngern alle Völker“, verkündet die Brasilianerin links (nach Mt 28,19) mit ihrem T-Shirt.
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Steirische Missionare | Sr. Elfriede Prem | Teil 7
Wie’s auch kommt, Gott ist groß

Mit zwei Mitschwestern lebe sie, schreibt die gebürtige Pischelsdorferin Sr. Elfriede Prem aus dem Bundesstaat Goiás mitten in Brasilien, in der Stadt São Luis de Montes Belos. Der heilige Aloisius von Gonzaga, gefeiert am 21. Juni, ist auch Patron der Diözese São Luís de Montes Belos. „Wir beten, frühstücken und gehen zur Arbeit“, schildert Sr. Elfriede. Sie helfe im Haus und im Garten mit, sie gehe „jeden Tag spazieren – Anordnung des Arztes nach meinen zwei Schlaganfällen“. Was sie jauchzen...

  • 23.06.19
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Steirische Missionare | Sr. Christa Freithaler | Teil 6
Oma Christa und ihre Babys

Sr. Christa Freithaler fand ihren Weg auf die Inseln Indonesiens und ihre Berufung. Durch mein Da-Sein und So-Sein etwas von der Güte und Menschenfreundlichkeit (= Liebe) Gottes bekannt zu machen.“ Das versteht Schwester Christa (Herta) Freithaler unter Mission. Ein Anliegen, dem sie ihr Leben gewidmet hat. „Ich habe aber noch nie in meinem Leben einen Menschen zum Christentum überreden wollen.“ Die mittlerweile beinahe 80-Jährige aus Hainersdorf bei Fürstenfeld trat bei den Steyler...

  • 26.05.19
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Steirische Missionare | Stefan Mandl | Teil 5
Mit großem Hausverstand

Stefan Mandl ist 1938 in Dietersdorf bei Straden geboren, 1968 geweiht worden und seit 1975 Mariannhiller Missionar in Südafrika. „Ich bin Gott dankbar, dass er mir einen guten Hausverstand gegeben hat und dass ich die wenigen Talente einigermaßen nutzen konnte.“ Das Zeugnis in der katholischen Mission wird gerne mit großartigen Leistungen im sozialen Engagement und zuweilen auch mit Wissenschaft und Kunst verbunden. Dabei wird auf die redlichen Arbeiter im Weinberg vergessen, die bei jedem...

  • 19.05.19
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Bild der Zukunft. Die Träume der Kinder und Jugendlichen ernst nehmen.
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Steirische Missionare | Ernst Ulz, Kenia | Teil 3
Ich fühle mich als Missionar

Ich bin als letztes von acht Kindern in Markt Hartmannsdorf aufgewachsen“ und von dort ziemlich weit gekommen. Heute lebt Ernst Ulz in Kenia und betreut Projekte für Jugendliche im östlichen Afrika Er wurde als Jugendlicher von der Spiritualität der Fokolar-Bewegung ergriffen, „von einem Jugendlichen berührt, der mich sehr ernst genommen hat, und das hat mein Leben völlig verändert“. Vor 13 Jahren, als in Hartmannsdorf aus Anlass der Hungersnot in Äthiopien ein Benefizkonzert stattfand. Zur...

  • 28.04.19
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 Nach wie vor sorgt P. Franz Lackner sich von Sabu aus um seine Armen, vor allem Schüler und Studenten.
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Steirische Missionare | P. Franz Lackner | Teil 4
Himmel, vergiss die Jugend nicht

Vermutlich nicht mehr am Leben „wäre ich ohne die treuen Heimatmissionare“, bekennt P. Franz Lackner, SVD., Indonesien. Eine „Botschaft“ aus der Ferne für die Katholiken in der Steiermark habe er nicht. Darüber etwas zu verlauten, ob Mission eher Verkündigung oder Sozialarbeit sein soll, stehe ihm nicht zu, antwortet der Oststeirer P. Franz Lackner (namensgleich mit dem Salzburger Erzbischof) auf Sonntagsblatt-Fragen (nicht). Er habe seit der Ausreise nach Indonesien 1967 „die liebe Heimat nur...

  • 24.04.19
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Sr. Emilie Schmidt (83), Grazer Schulschwester, geboren in Hartmannsdorf, wirkt seit 1962 in einer Gemeinschaft der Franziskanerinnen in Südafrika. Ihre schwere und doch schöne Kindheit ist der Schlüssel für ihr missionarisches Zeugnis, das zunächst unspektakulär erscheint. Ihre Fröhlichkeit und ein tiefer Glaube, der sich getragen weiß, wirkt ansteckend nicht nur auf Kinder, um die sie sich am St. Peter’s College zeitlebens gekümmert hat.
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Steirische Missionare | Sr. Emilie Schmidt | Teil 2
... Eine Mission, die trägt

Die Erfahrung, getragen zu sein, war für Sr. Emilie Schmidt ein gutes Fundament für die spätere Arbeit als Missionsschwester. Ich bin als erstes von sieben Kindern geboren, und ich bin als ,Krüppel‘ geboren.“ So erzählt Sr. Emilie und findet keine besseren Worte dafür. 1936 war es durchaus üblich, Kinder, die mit verkrümmten Fußknöcheln geboren wurden, so zu bezeichnen. Maria, so war der Taufname von Sr. Emilie, konnte sich fortan nur mehr auf dem Boden kriechend fortbewegen. Trotz der...

  • 02.04.19
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Logo zum Weltmissionsmonat
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Steirische Missionare | Einleitung | Teil 1
... was ist los mit der Mission?

Man könnte den Eindruck gewinnen, dass heutzutage nicht mehr viel los ist mit der „Weltmission der Kirche“. Manche fragen sich allen Ernstes, ob das, was man früher so landläufig unter Mission verstanden hat, sich nicht seinem Ende zuneigt. Vor einigen Jahrzehnten waren es ja noch viele, die auch aus der Steiermark als Missionsschwestern, Priestermissionare oder Missionsbrüder nach Afrika, Asien, Ozeanien oder Lateinamerika „in die Mission gegangen sind“. Von ihren Heimatgemeinden, von...

  • 01.04.19
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