Postkasten
Nicht die Verantwortung loslassen
Zu „Loslassen“, Nr. 29
Loslassen – aber bitte nicht die Verantwortung! Mit Verwunderung habe ich den Beitrag am Titelbild über das Loslassen gelesen. Während die Kirche immer wieder zur Bewahrung der Schöpfung aufruft, werden hier Kindern Luftballons in die Hand gegeben, die als Segenswünsche in den Himmel steigen sollen. Welches Zeichen setzen wir damit? Dass man Plastik und Müll einfach loslässt, damit der Segen ankommt? Das passt weder zur Verantwortung für Gottes Schöpfung noch zur Botschaft von Papst Franziskus in „Laudato Siʼ“. Der Heilige Geist braucht keine Luftballons, um zu wirken. Segen kommt durch unser Handeln, besonders dort, wo wir die Schöpfung achten und bewahren. Gerade von der Kirche erwarte ich, dass Worte und Taten übereinstimmen.
Elfriede Theißl, Pfarre Gleinstätten
Anmerkung der Redaktion: Wir sind dankbar für diese Rückmeldung. Schöpfungsverantwortung ist uns im SONNTAGSBLATT ein großes Anliegen, das sich auch in allen kleinen Entscheidungen spiegeln sollte. Beim angesprochenen Titelbild hat das schöne Motiv mit Kindern und bunten Luftballons die vorhandenen Umweltbedenken übertönt. Für die Zukunft: die Bedenken nicht verschweigen. Was ich daraus gelernt habe: Ja, Heliumluftballons sind eine Belastung für die Umwelt. Und: Anderen Menschen persönlich Segen zusprechen ist ein wichtiger und zentraler christlicher Auftrag, der viel öfter wahrgenommen werden sollte. Und für schöne Foto-Motive eignen sich, umweltfreundlicher, beispielsweise Seifenblasen. Wir sind Lernende. Lernen wir gemeinsam – mit- und voneinander.
Katharina Grager, SONNTAGSBLATT-Chefredakteurin
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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