Steirerin mit Herz
Christine Sontacchi

Foto: Johanna Sontacchi

Die goldene Patene, auf die der Priester die Hostie legt, wollte die Mesnerin Christine Sontacchi vor einigen Wochen beim Zusperren der Kirche mit nach Hause nehmen, um sie zu reinigen. Da stürzte sie an der Sakristeitür, wollte aber unbedingt das liturgische Gefäß schützen – das Ergebnis war ein offener Handgelenksbruch. Seit 43 Jahren ist Christine Sontacchi „offiziell“ Mesnerin in der obersteirischen Pfarre Großlobming, bereits seit etwa 60 Jahren wirkt sie in diesem Bereich.
Schwiegersohn Wolfgang Riegler-Sontacchi lehrt in Graz Kirchenmusik an der Kunstuniversität und ist Organist in Graz-St. Peter, seine Frau Eveline, eines der beiden Kinder von Christine, leitet in Graz-St. Peter eine Musikschule. Christine Sontacchis Mann Alois war Lokführer in Knittelfeld. Dort arbeitete Christine, die in Kleinfeistritz aufgewachsen war, als Schuhverkäuferin. Das kontaktfreudige Ehepaar baute in Großlobming nahe der Kirche ein Haus. Die Mitarbeit in der Pfarre ergab sich fast selbstverständlich. Die Mesnerin kennt auch als Caritassammlerin alle Leute und bringt Einsamen Zuspruch. Alois half auch beim Bau der Kindergartens oder beim jährlichen Innen-Großputz. Sein Vater kam aus Meran. Er musste gegen Italien, seine früheren Landsleute, in den Krieg ziehen und fiel.

Johann A. Bauer

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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