Offen gesagt - Sigrun Zwanzger
Gerechtigkeit ist unteilbar
- Foto: Welthaus Graz
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Kirchliche Organisationen unterstützen seit Jahrzehnten Menschen auf der ganzen Welt. Warum ist Hilfe immer noch nötig?
Globale Gerechtigkeit ist unteilbar. Deshalb unterstützt die Kirche weiterhin Projekte der Entwicklungszusammenarbeit in unterschiedlichen Teilen der Welt.
Die christliche Soziallehre verpflichtet dazu, an der Seite der Armen zu stehen – besonders dort, wo Menschen unter ungerechten politischen und wirtschaftlichen Strukturen leiden. Aus diesem Grund muss auch die europäische Klima- und Biodiversitätspolitik kritisch hinterfragt werden: Sie setzt im Globalen Süden auf die Ausweitung von Schutzgebieten und die Speicherung von Kohlenstoff in Böden. In Ländern wie Tansania führt dies zu Landraub, der indigene Gemeinschaften wie die Maasai verdrängt und ihre Lebensgrundlagen zerstört.
Klimagerechtigkeit bedeutet mehr als Emissionsreduktion. Klimagerechtigkeit verlangt, Verantwortung für die globalen Folgen der eigenen Politik zu übernehmen. Entwicklungszusammenarbeit muss Menschen stärken – in der Verbesserung ihrer Lebensbedingungen ebenso wie im Einsatz für ihre Rechte. Kirchliche Einrichtungen wie Welthaus stehen diesen Menschen zur Seite: solidarisch, kritisch und engagiert für eine Welt, in der Würde und Gerechtigkeit für alle gelten.
Sigrun Zwanzger ist Projektreferentin für Tansania und stellvertretende Geschäftsführerin von Welthaus.
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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