Die Riesenorgel im Stephansdom
Ein Instrument, gebaut für das Lob Gottes

Österreichs größte Orgel ist wieder in Betrieb
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Österreichs größte Orgel ist wieder in Betrieb. Menschen aus ganz Österreich haben gespendet, damit die Riesenorgel im Stephansdom neu erklingen kann. Kardinal Schönborn feierte am 4. Oktober den Festgottesdienst zur Orgelweihe. Dass die Segnung in der Zeit der weltweiten Pandemie geschehe, sei ein Zeichen „der Hoffnung und des Trostes”, denn, so der Wiener Erzbischof, „es ist ein Urbedürfnis des Menschen, zu singen und zu musizieren. Was wäre ein Gottesdienst ohne Gesang? Was wäre ein Leben ohne Musik? Wer singt, betet doppelt. Und Beten brauchen wir in dieser Zeit doppelt so notwendig.“ – Österreichs größte Orgel, die 1945 dem Dombrand zum Opfer fiel, wurde von Grund auf erneuert. Der Neubau war zuletzt das größte Orgelbauprojekt Europas.Foto: westlightart.com

Die größte Orgel Österreichs im Wiener Stephansdom ist nach Jahrzehnten wieder in Betrieb.

Die Riesenorgel, das größte Instrument Österreichs, wurde am 4. Oktober von Kardinal Christoph Schönborn in Anwesenheit von Bundespräsident Alexander Van der Bellen auf der Westempore des Stephansdoms gesegnet und damit feierlich in Dienst gestellt. Die ursprünglich für 12. April geplante Feier, die mit dem 75. Jahrestag der Zerstörung der alten Riesenorgel beim Dombrand 1945 zusammengefallen wäre, war coronabedingt verschoben worden.
„Es ist ein schönes Zeichen, wenn wir nun gemeinsam die Riesenorgel segnen, damit dieses einmalige Instrument das tun kann, wofür es gebaut wurde – vor dem Krieg, nach dem Wiederaufbau des Domes und heute, in einer Zeit weltweiter Pandemie: zum gemeinsamen Lobe Gottes“, so der Wiener Erzbischof zu Beginn der Feier. Neben zahlreichen privaten Unterstützern haben vor allem Bund und Länder den Orgel-Neubau ermöglicht.
„Die letzte Wunde des Krieges wird heute geschlossen“, erinnerte Kardinal Schönborn in seiner Predigt. Der Dombrand am 12. April 1945 sei eine der vielen Folgen des Zweiten Weltkriegs gewesen, der „bisher wohl größten Katastrophe der Menschheitsgeschichte“ und „Ausgeburt eines wahnwitzigen Nationalismus, Rassismus, Antisemitismus“, wie der Wiener Erzbischof betonte.
Die Wiener Kathedrale habe nun „nicht nur das größte Musikinstrument Österreichs, sondern auch eines der interessantesten“, so Domorganist Konstantin Reymaier.

Österreichs größte Orgel ist wieder in Betrieb
Kardinal Schönborn segnete die Riesenorgel im Stephansdom.
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SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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