Im Advent
Schöner Brauch der Herbergssuche
- In in der Pfarrkirche Windhag wurden mitgebrachte Marienstatuen und Marienbilder feierlich gesegnet.
- Foto: Franz Wagner
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Am Hochfest Mariä Empfängnis wurden in der Pfarrkirche Windhag die von den verschiedenen Herbergvereinen mitgebrachten Marienstatuen und Marienbilder feierlich gesegnet. Die heilige Messe wurde musikalisch von Marlene Haselsteiner gestaltet, die mit ihren lieblichen Klängen am Hackbrett eine besondere, festliche Atmosphäre schuf (Bild re.).
Die Segnung der Bilder wurde von Pater Bruno Becker und Diakon Engelbert Lagler vorgenommen, wobei in den Worten der Predigt und der Liedauswahl Maria in den spirituellen Mittelpunkt gestellt und die persönliche Verehrung der Gottesmutter zum Ausdruck gebracht wurde.
Der Brauch der Herbergsbilder hat sich in zahlreichen Pfarren unserer Diözese erhalten, in vielen Kirchen werden sie gesegnet. Er erinnert an die vergebliche Suche von Maria und Josef nach einer Unterkunft in Betlehem vor der Geburt Jesu Christi.
Es gibt mehrere Varianten: In der Adventzeit ist das Nachspielen der „Herbergsuche“ und das Singen entsprechender AdventliederBrauch, der bis heute in Familien und Gottesdiensten gepflegt wird. Dabei übernehmen Kinder die Rollen von Maria und Josef, während der Vater oder ein älteres Kind den sie abweisenden Herbergsvater spielt.
Eine andere Form der Herbergsuche ist die Wandermuttergottes, die in jüngerer Zeit aufgekommen ist. Eine Statue der Jungfrau Maria, eine geschnitzte Heilige Familie oder auch ein Heiligenbild der Gottesmutter wird von der Kirche in eine Gastfamilie gebracht und wandert jeden Abend zu einer anderen Familie weiter. Dies verbindet gelebte Nachbarschaft und Frömmigkeit.
Autor:Kirche bunt Redaktion aus Niederösterreich | Kirche bunt |
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