Konzertkritik von Franz Reithner
Mozart trifft Dvorak

Franz Reithner, Mitarbeiter in der Abteilung Kirchenmusik, über das Eröffnungskonzert von Musica Sacra im Dom zu St. Pölten. | Foto: zVg
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Franz Reithner, Mitarbeiter in der Abteilung Kirchenmusik, über das Eröffnungskonzert von Musica Sacra im Dom zu St. Pölten.

Das Eröffnungskonzert des diesjährigen Festivals Musica Sacra führte sein Publikum von den nationalklanginspirierten biblischen Liedern des Tschechen Antonín Dvořák zum Requiem Wolfgang Amadeus Mozarts und wurde mit dem beliebten Sololied „Morgen!“ von Richard Strauss abgeschlossen.

Mit der Tschechischen Philharmonie Brünn stand dem Dirigenten des Abends und programmgestaltenden Intendanten, Domkapellmeister Valentin Kunert, ein Klangkörper zur Verfügung, der in romantischen Klangwelten hörbar zu Hause ist und seine Vertrautheit mit der böhmischen Musiziertradition voll entfalten konnte. Die Altistin Marie Seidler, international ausgebildete Preisträgerin, ließ sich mit berührendem Timbre bei den in der Originalsprache vorgetragenen Psalmtextvertonungen Dvořáks auf die farbenreich gestaltete Orchesterbegleitung ein und konnte auch bei der gänzlich anderen Atmos-phäre des Schlussstückes überzeugen.

Die Domkantorei St. Pölten und der Kammerchor Stuttgart/Sindelfingen bildeten das vokale Rückgrat der Interpretation von Mozarts letzter, teilweise unvollendeter Komposition. Verlässlich in der Intonation und mit homogenem Wohlklang folgten sie Domkapellmeister Kunerts Intention, das Streben nach Harmonie vor die Darstellung existenzieller Abgründe zu stellen. Ein überlegt konzipierter Abend, der Neugier auf die weiteren Konzerte des Festivals weckt.

Der nächste Muscia Sacra-Termin:
27. 9., 18 Uhr, Prandtauerkirche in St. Pölten: Konzert mit Maria Ladurner, Sopran, und Dommusikmdirektor Andreas Boltz an der Orgel.

Autor:

Kirche bunt Redaktion aus Niederösterreich | Kirche bunt

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