1991 Gründung auf Initiative Walter Graf
30 Jahre Konservatorium für Kirchenmusik

Konzert im Festsaal des Konser­vatoriums für 
Kirchenmusik. Die Orgel hat 35 Register und wurde 2011 von der Orgelbaufirma Woehl errichtet. (Archivauf­nahme).
  • Konzert im Festsaal des Konser­vatoriums für
    Kirchenmusik. Die Orgel hat 35 Register und wurde 2011 von der Orgelbaufirma Woehl errichtet. (Archivauf­nahme).
  • Foto: Ferdinand Bertl
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1991 wurde auf Initiative von Prälat Dr. Walter Graf das Konservatorium für Kirchenmusik der Diözese St. Pölten eröffnet. Die erste Schule dieser Art in ganz Niederösterreich.

Dem Herrn zu singen und zu spielen – das ist wohl die zentrale Aufgabe all jener, die in der Kirchenmusik engagiert sind. Dass diese in den Pfarren, Klöstern, im Dom … in der Diözese St. Pölten auf so hohem qualitätsvollem Niveau ausgeübt wird, ist wohl auch einer Einrichtung zu verdanken, die heuer ihr 30-jähriges Bestehen feiert: dem Konservatorium für Kirchenmusik der Diözese St. Pölten.
In der jungen Landeshauptstadt St. Pölten war das Konservatorium 1991 auf Initiative des früheren Bischöflichen Kirchen­musik­referenten Prälat Dr. Walter Graf (1931-2020) gegründet worden. „Er erkannte damals die Notwendigkeit, dass man die Ausbildung der Kirchenmusiker, die bis dahin lediglich in einem Kursmodell erfolgte, in der Diözese St. Pölten auf neue Beine stellen musste und dass es einen Unterricht geben muss, der über das ganze Jahr läuft“, so Mag. Michael Poglitsch, der heutige Leiter des Konservatoriums.

Start im September 1991

Im September 1991 startete der erste Unterricht der neu gegründeten Schule mit 53 Studierenden und acht Lehrenden. Kursort war in in einem Teil des Kreuzganges sowie in einigen Räumlichkeiten im 1. Stock im Dom St. Pölten. Das Konservatorium war die erste Schule dieser Art in ganz Niederösterreich.

Der Kursort änderte sich, als in der Klostergasse in St. Pölten der Neubau des Konservatoriums begonnen wurde. Dieser wurde 2006 fertiggestellt und am 24. November desselben Jahres seiner Bestimmung übergeben.
Heute werden am Konservatorium für Kirchenmusik 209 Studierende von 22 Lehrenden in den beiden Ausbildungszweigen Kirchenmusik und Lied-Messe-Oratorium sowie in der Chorleiterausbildung unterrichtet. Unter den Studierenden finden sich Menschen verschiedensten Alters: von Schülern ab dem 14. Lebensjahr bis hin zu Kirchenmusikern, die im Berufsleben stehen oder mitunter schon in Pension sind. „Vom Alter her gibt es keine Beschränkungen“, betont Mag. Pog­litsch. Er hat die Leitung des Konservatoriums 1996 von Prälat Graf übernommen und führt das Haus seit nunmehr 25 Jahren. „Die Studierenden müssen gewisse Vorkenntnisse mitbringen und eine Aufnahmeprüfung absolvieren, bei der vorgespielt bzw. gesungen wird“, sagt Poglitsch. Er betont: „Wir sind die diözesane Anlaufstelle für alle in der Diözese tätigen Kirchenmusiker, die sich weiterbilden und entwickeln wollen.“

Wie stark das Institut in der Diözese und darüber hinaus ausstrahlt, wird auch durch die zahlreichen Grußworte in der Festschrift zum 30-Jahr-Jubiläum des Konservatoriums deutlich. Darin dankt Bischof Dr. Alois Schwarz allen Musikern und Lehrenden und betont: „Wer dem Klang der Musik Gehör schenkt, der lernt eine Sprache, die das Herz im tiefsten Inneren berühren kann, um damit auch für andere sensibel zu werden.“

Weihbischof Anton Leichtfried sieht ein Beispiel für die konkrete Bedeutung des Konservatoriums für die Diözese in der überaus gelungenen Einführung des neuen Gotteslobes im Jahr 2013. „Dessen schnelle und große Akzeptanz verdankt sich zu einem großen Teil dem Wirken der Organisten, Kantoren und Chorleiter, die wiederum in enger Verbindung mit dem Kirchenmusikreferat und dem Konservatorium standen und stehen.“

Domkapellmeister Otto Kargl würdigt das Institut als eine nicht mehr wegzudenkende Ausbildungsstätte. „Sie ist für die gesamte Kirchenmusik-Szene der Diözese ein unschätzbarer Gewinn.“

Mag. Mirjam Schmid, heute Leiterin des Diözesankonservatoriums in Wien und ehemals Lehrerin am Konservatorium in St. Pölten, schreibt: „Ganze Generationen von Kirchenmusikern wurden und werden in St. Pölten ausgebildet. Durch deren engagierte Arbeit in den Pfarren wird Kirche lebendig erfahrbar, das Lob Gottes erklingt in vielfältigen Facetten auf hohem Niveau und inspiriert im wahrsten Sinn des Wortes.“

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner zeigt sich in ihren Grußworten stolz darauf, „dass wir in Niederösterreich eine so großartige Bildungseinrichtung wie das Konservatorium für Kirchenmusik der Diözese St. Pölten haben“. Musik sei eine der schönsten Möglichkeiten, Menschen zu verbinden, so Mikl-Leitner. Und gerade Kirchenmusik sei ein besonderer Schatz. „Sie ist nicht nur Teil der kirchlichen Verkündigung, sondern auch Ausdruck des Glaubens und zugleich für viele Menschen ein Fenster zum Glauben.“

Autor:

Sonja Planitzer aus Niederösterreich | Kirche bunt

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