St. Pöltner Domplatz
Sichtbares Kirchenfundament

Foto: Arman Kalteis

Bis etwa zum Jahr 1690 stand an der nord-westlichen Seite des St. Pöltner Domplatzes eine gotische Kirche, die als Pfarrkirche genutzt wurde. Zum Ende des 17. Jahrhunderts wurde die Kirche bis auf die Fundamente abgetragen. Da die Mauerreste noch immer bis nahe der Straßenoberfläche reichen, wurde vom Bundesdenkmalamt zum Schutz der bestehenden Fundamentmauern die Herstellung einer Schutzplatte angeordnet. Das für die Umgestaltung des Domplatzes zuständige Architekturbüro Jabornegg & Palffy hat die Vorgabe des Bundesdenkmalamtes als gestalterisches Element in seine Oberflächenplanung zur Platzgestaltung integriert. Dafür wurde die Fläche, auf der die alte Pfarrkirche stand, speziell einbetoniert.

Die Betonplatte hat eine Fläche von 850 Quadratmetern und wurde mit Weißzement und hellen Zuschlagstoffen hergestellt, damit sie sich vom restlichen Platz hervorhebt. Außerdem wird die Betonfläche niveaugleich mit der umliegenden Pflasterung hergestellt.

Autor:

Wolfgang Zarl aus Niederösterreich | Kirche bunt

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