Fußball-Europameisterschaft in Ungarn
Österreich fiebert mit unseren Priestern mit
- hochgeladen von Wolfgang Zarl
Purgstall wurde zum „Fußball-Olymp“: Kurz vor dem Beginn der Priesterfußball-Europameisterschaft in Ungarn traf sich das österreichische „Wunderteam“, also die Priesternationalmannschaft, zu einem abschließenden Trainingsspiel gegen die starke Auswahl des FC Feichsen. Der neue Petzenkirchner Pfarrer P. Stephan Waxenberger oder der Ybbstaler Pfarrer und Tormann Hans Wurzer (Pfarren Opponitz, Hollenstein, St. Georgen/Reith) zauberten dabei viele fußballerische „Gustostückerl“, so lautete der Tenor der Trainingspartner aus Purgstall. Wurzer hat übrigens kürzlich die Präsidentschaft über das Team an den jungen Perchtoldsdorfer Kaplan Michael Semmelmeyer übergeben, der sich motiviert zeigt: „Wir haben für Ungarn ein starkes Team zusammengestellt!“
Gegen „Goliath“ Polen
Die österreichische Priesterfußballnationalmannschaft hat für die Priester-EM, die vom 10. bis 14. Februar in der ungarischen Stadt Kisvarda stattfindet, eine spannende Gruppe zugelost bekommen, wie Michael Semmelmeyer berichtet. Als „Goliath“ bezeichnen Österreichs Priester den oftmaligen Sieger Polen, dazu kommen zwei weitere Nationen, in der die katholische Kirche eine Minderheit darstellt: nämlich Kosovo und Belarus. Knapp vor Redaktionsschluss teilte Belarus aber mit, dass die Mannschaft doch nicht teilnehmen wird.
Gottes Segen und das Gebet der Fans sollten stärkend sein – das werden sich aber auch die Teilnehmer der anderen 14 Nationen erwarten. Semmelmeyer ist für den Aufstieg zuversichtlich: „Wir haben heuer eine sehr starke Mannschaft!“
Österreich schickt 14 Priester aus fast allen heimischen Diözesen zur Futsal-Europameisterschaft (Hallenfußball). Insgesamt haben 220 Priester aus 15 Nationen heuer ihre Teilnahme angekündigt. Der Idee nach soll die Veranstaltung Geistliche aus ganz Europa im Glauben und in der Liebe zum Sport vereinen. „Ziel der Veranstaltung ist es, Brüderlichkeit und Solidarität unter den Priestern zu fördern“, erklärt Semmelmeyer. Die 2003 ins Leben gerufene Veranstaltung trage zudem dazu bei, „das positive Bild der katholischen Kirche zu stärken“ und den Austausch über pastorale Erfahrungen von Geistlichen zu fördern.
Jedes Jahr wird die Europameisterschaft in einem anderen Land ausgetragen. Nach der Veranstaltung 2012 in Gyula wird das Turnier dieses Jahr zum zweiten Mal in Ungarn gespielt und gemeinsam von der Griechisch-Katholischen Metropolie und der Stadt Kisvarda organisiert. Im Rahmenprogramm gibt es heilige Messen, spirituelle Angebote und eine Einführung in die Kultur des Gastgeberlandes, so Michael Semmelmeyer. So besuchen die Teilnehmer etwa das Nationalheiligtum von Mariapocs, wo der ungarisch-griechisch-katholische Bischof von Nyiregyhaza, Abel Antal Szocska, die Göttliche Liturgie zelebrieren wird.
Autor:Wolfgang Zarl aus Niederösterreich | Kirche bunt |
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