Priesteramtskandidaten geweiht
Diakonenweihe in Lilienfeld
- Bischof Alois Schwarz weihte in der Stiftskirche Lilienfeld die beiden Priesteramtskandidaten Thomas Heinrich (re.) und Simon Gabriel Maria Landolt (re) zu Diakonen.
- Foto: Wolfgang Zarl
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In der großen und vollen Lilienfelder Stiftskirche weihte Bischof Alois Schwarz am 11. Oktober die Priesteramtskandidaten Thomas Heinrich und Simon Maria Landolt zu Diakonen. Zahleiche Angehörige und Freunde, Priester und Ordensleute und Kirchenmusiker feierten den Festgottesdienst mit, der von Ars Musica gestaltet wurde. Darunter waren neben Bischof Alois u. a. Bischof em. Klaus Küng, „Hausherr“ Abt Pius Maurer, die beiden Generalvikare Christoph Weiss (St. Pölten) und Andreas Kaiser (Wien) und der Regens des Priesterseminars, Richard Tatzreiter.
Die beiden Kandidaten
Thomas Heinrich (32) stammt aus der Pfarre Sieghartskirchen, Simon Gabriel Maria Landolt (34) aus Rhäzüns im Schweizer Kanton Graubünden. In seinen Dankesworten würdigte Heinrich die vielen Begleiter, die die beiden von der Berufung zu ihrer Weihe geführt haben. Heinrich und Landolt bitten um das Gebet, um ihrem Auftrag gerecht zu werden.
„Wer sich vor Gott niederwirft, muss sich vor den Menschen nicht groß machen. Und wer sich von Gott aufrichten lässt, kann sich zu den Menschen hinunterbeugen.“ Mit diesen tiefgründigen Worten deutete Bischof Schwarz in Lilienfeld das zentrale Symbol der Prostratio – das ausgestreckte Liegen auf dem Boden während der Allerheiligenlitanei. In diesem dichten Augenblick des Lebens gehe es nicht darum, eigene Leistungen vorzuweisen, sondern sich ganz der Gnade Gottes anzuvertrauen. Für die Weihekandidaten Heinrich und Landolt bildete dieser Ritus den Beginn ihres neuen Dienstes als Diakone.
Die feierliche Liturgie stand unter dem prägnanten Leitgedanken „Gottes Einladung hören – Menschen an seinen Tisch führen“.
„Bibelwald“ Heilige Schrift
In seiner Festpredigt legte Bischof Schwarz den Fokus auf den Umgang mit dem Wort Gottes und bediente sich dabei eines Bildes von Elisabeth Birnbaum vom Katholischen Bibelwerk: Er verglich die Heilige Schrift mit einem großen „Bibelwald“. Wer diesen betrete, entdecke zwar nicht sofort alles, doch man lerne den Wald erst wirklich kennen, wenn man ihn mutig betrete.
Wer sich vor Gott niederwirft, muss sich vor den Menschen nicht groß machen. Und wer sich von Gott aufrichten lässt, kann sich zu den Menschen hinunterbeugen.
In einem persönlichen Aufruf wandte sich der Bischof direkt an Heinrich und Landolt, die fortan in besonderer Weise als Diener des Wortes gesendet sind. Mit der Übergabe des Evangelienbuches sei ein lebenslanger Auftrag verbunden: Sie sollen das Evangelium Christi empfangen, gläubig lesen, lehren, was sie glauben, und vor allem erfüllen, was sie lehren. Bischof Schwarz betonte, dass es für die neuen Diakone nicht ausreiche, nur von außen über diesen Bibelwald zu sprechen. Sie seien gerufen, selbst in ihm zu Hause zu sein, seine verlässlichen Wege zu kennen, seine tiefen Quellen zu suchen und seine Lichtungen zu entdecken, um von dort aus die Menschen im Alltag und im Glauben sicher begleiten zu können. W. Zarl
Autor:Wolfgang Zarl aus Niederösterreich | Kirche bunt |
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