Atombombenabwürfe vor 80 Jahren:
Hat die Welt nichts gelernt?
- Friedensaktivisten setzten in Melk ein Zeichen gegen Atomwaffen.
- Foto: Schweiger
- hochgeladen von Wolfgang Zarl
Die verheerenden Atombombenabwürfe auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki vor 80 Jahren mit Hunderttausenden Todesopfern und Verletzten nahmen auch in unserem Diözesangebiet Friedensaktivisten zum Anlass, Zeichen gegen Atomwaffen zu setzen. Rund um den christlichen Friedensaktivisten Alois Reisenbichler (4. v. li.), gebürtig aus Golling, hielt in Melk ein Friedensbündnis ein Hiroshima-Gedenken ab.
Papst Leo XIV. hat ebenfalls der Betroffenen gedacht und zum Engagement für einen dauerhaften Frieden aufgerufen. Für die heutige von Spannungen und blutigen Konflikten geprägte Welt erhoffe er sich ein Ende der „illusorischen Sicherheit, die auf der Drohung der gegenseitigen Vernichtung beruht“. Diese sollte Instrumenten der Gerechtigkeit, dem Dialog und dem Vertrauen in die Geschwisterlichkeit weichen.
Wer sich gegen Atomwaffen einsetzt, „ist nicht naiv, sondern ganz im Gegenteil wahrhaft Realist“. Das betont der Ökumenische Rat der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ). Die Tragödien von Hiroshima und Nagasaki dürfen sich niemals wiederholen, hält der ÖRKÖ fest, stellt jedoch zugleich die Frage: „Hat die Welt daraus nichts gelernt?“ Atomare Abrüstungsabkommen seien ausgelaufen oder wurden gekündigt. Zugleich habe das atomare Wettrüsten zuletzt deutlich an Fahrt aufgenommen. Die Gefahr eines Atomkriegs sei durchaus real, warnt der ÖRKÖ. Doch ein solcher Krieg kenne nur Verlierer. Foto: Schweiger
Autor:Wolfgang Zarl aus Niederösterreich | Kirche bunt |
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