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Vor 600 Jahren begannen die Hussiten-Kriege
Als der Papst zum Hussiten-Kreuzzug rief

Die südböhmische Stadt Tabor wurde von den Hussiten angelegt und nach dem biblischen Berg Tabor benannt. Sie beherbergt heute ein Hussiten-Museum. Zu sehen ist auch ein einfacher Steinaltar.
  • Die südböhmische Stadt Tabor wurde von den Hussiten angelegt und nach dem biblischen Berg Tabor benannt. Sie beherbergt heute ein Hussiten-Museum. Zu sehen ist auch ein einfacher Steinaltar.
  • Foto: CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia. org/w/index.php?curid=96281
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1420 rief Papst Martin V. zum Kreuzzug gegen die Hussiten in Böhmen auf. Die radikale, ebenso religiös wie national motivierte Bewegung wurde eine Vorläuferin der Reformation.

Es waren revolutionäre Forderungen, die auch heute nichts von ihrer Sprengkraft verloren haben: Die Predigt sollte frei und ohne kirchliche Zensur sein; das Abendmahl sollte „unter beiderlei Gestalt, Brot und Wein“ von allen Gläubigen gefeiert werden; dem Klerus sollte „die weltliche Herrschaft über Reichtum und irdische Güter“ genommen werden. Und die Geistlichkeit sollte sich bei strafrechtlichen Vergehen nicht vor kirchlichen, sondern weltlichen Gerichten verantworten. Auf diese vier Punkte einigten sich in Prag die unter sich zerstrittenen Hussiten.

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Kirche bunt Redaktion aus Niederösterreich | Kirche bunt

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