Muttertag
Der Rat (m)einer Mutter

Setz eine Haube auf!“ oder „Sprich nicht mit vollem Mund!“ sind typische Sätze von Müttern. Als Kinder oder Jugendliche haben wir bei Ratschlägen wie diesen vielleicht (innerlich) mit den Augen gerollt und gedacht: „Nicht schon wieder …“ Doch im Nachhinein entpuppt sich so mancher Rat sogar als Lebensweisheit. Spätestens wenn man den eigenen Kindern dieselben Ratschläge mit auf den Weg gibt und sich denkt: Ich klinge ja wie meine Mutter!, da weiß man, dass Lebenserfahrung hinter Mutters Ermahnungen steckte und dass man davon geprägt wurde.
Die Mütter selbst zweifeln mitunter an der Wirksamkeit ihres Zuredens. Sie wollen, dass ihre Kinder gesund bleiben und zu glücklichen, anständigen und erfolgreichen Menschen heranwachsen. Sie hoffen und bangen, helfen und begleiten – und möchten ihre Erfahrungen weitergeben. Dabei geht es um ganz praktische Angelegenheiten wie das beste Kuchenrezept, Hausmittel gegen Krankheiten, gute Manieren („Mit vollem Mund spricht man nicht!“) oder die passende Kleidung bei kaltem Wetter („Zieh dich warm an!“), aber auch um eine Haltung zu wichtigen Fragen des Lebens. Für viele Mütter ist es etwa schmerzhaft, wenn sie ihren Glauben, der ihnen selbst Halt gibt, nicht an die nächste Generation weitergeben können.
„Warte mal ab, bis du selber Kinder hast, dann wirst du mich verstehen“, lautet ein weiser Rat, der sich schon in so mancher Familie bewahrheitet hat. Dankbar kann man als Kind auch sein, wenn man den folgenden Satz hörte: „Egal, was passiert ist. Du kannst immer nach Hause kommen.“ Stärkend sind auch er­mutigende Worte wie: „Glaub an dich!“
Für Mütter kann es eine Genugtuung sein, wenn sie sehen, dass ihre Kinder doch den einen oder anderen Hinweis im eigenen Leben umsetzen und ihren Rat beherzigen. Zum Muttertag werden gerne Blumen oder kleine Geschenke überreicht; man könnte der Mutter aber auch ein Lächeln ins Gesicht zaubern, wenn man ihr gegenüber eingesteht: „Mama, du hattest recht.“

Mit Rat und Tat zur Seite stehen

Natürlich gibt es auch Ratschläge, die man getrost zur Seite lassen kann. Gut gemeint bedeutet nicht immer gut; auch Eltern können sich irren. Und es gibt Zeiten im Leben, wo man den eigenen Weg entdecken und eigene Fehler machen muss. Doch wer eine Mutter hat, die einem mit Rat und Tat liebevoll zur Seite steht, hat allen Grund, danke zu sagen – nicht nur zum Muttertag.

Autor:

Patricia Harant-Schagerl aus Niederösterreich | Kirche bunt

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