St. Pölten
Bischofsgarten soll Park werden
- Bischof Alois Schwarz und Bürgermeister Matthias Stadler im Bischofsgarten
- Foto: Kalteis
- hochgeladen von Wolfgang Zarl
Der St. Pöltner Bischofsgarten soll nach Fertigstellung der Tiefgarage öffentlich zugänglich gemacht werden. Der Zugewinn an innerstädtischem Grün- und Erholungsraum im Ausmaß von ca. 3.570 Quadratmetern „ist eine einmalige Chance und soll unbedingt genutzt werden, wie dies auch die Gestaltung und Öffnung des Alumnatsgartens bereits bewiesen hat“, so Bürgermeister Matthias Stadler.
Zu diesem Zweck soll ein Pachtvertrag mit der Diözese abgeschlossen werden, in dem die Stadt das Recht bekommt, für mindestens 50 Jahre eine öffentliche Parkanlage zu errichten und zu betreiben. Der Antrag dazu soll in der kommenden Gemeinderatssitzung behandelt werden. Die Kosten der Stadt für die Parkgestaltung werden knapp 900.000 Euro betragen, die jährlichen Pachtkosten belaufen sich auf 36.000 Euro.
Der Klostergarten des ehemaligen Stiftes in St. Pölten ist für einen Zeitraum von über 1.000 Jahren als Gartenanlage genutzt und mehrfach in den jeweiligen Zeit-Stilen umgestaltet worden. Die frühbarocke bauliche Gestaltung der Klosteranlage Mitte des 17. Jahrhunderts hat jenen Gebäudekomplex hervorgebracht, der bis dato den südlichen Rahmen der verbliebenen Gartenanlagen-Relikte bildet. Auch die damals angelegten Ein- und Ausgänge in den Garten sind noch vorhanden. Die Gartengestaltung wurde dann vermutlich mit der Neugestaltung von Teilen des Klosters im 18. Jahrhundert weitergeführt. Dabei wurde ein relativ genau nachweisbarer, eigenständiger barocker Gartenentwurf, mit Entwurfsprinzipien zu Proportionen, Achsen und Gebäuden, in großen Teilen umgesetzt.
Autor:Wolfgang Zarl aus Niederösterreich | Kirche bunt |
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