4. Sonntag der Osterzeit | 3.5.2020
Hauskirche: Sonntag zu Hause feiern

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Heute ist der Weltgebetstag für geistliche Berufe. Wir sind eingeladen, unser gemeinsames Priestertum aus Taufe und Firmung als geistliche Berufung zu feiern. Üben wir weiter in dieser Verantwortung und Würde, auch zu Hause Teil der weltumspannenden Kirche zu sein. Der folgende Ablauf bietet wieder Bausteine an. Gestalten Sie daraus – je nach Situation – Ihren eigenen Gottesdienst.

Vorbereitung für die Feier
Wenn man das Evangelium „künstlerisch“ vertiefen möchte, braucht man A4-Papier, Schere und Schreibzeug und die Schaf-Vorlage  in entsprechender Größe und Anzahl kopiert. Außerdem Kerzen, eine Bibel und das Sonntagsblatt (Seite 22). Lesungen und Evangelium

Ablauf-Vorschlag
LeiterIn: Der 4. Sonntag der Osterzeit stellt uns Christus als den guten Hirten vor. Gott selbst wird schon im Psalm 23 Hirte genannt, im Neuen Testament ist es Jesus, der seine Schafe durch die Tür des Lebens führt. Wer sind heute unsere Hirten? Wessen Stimme folge ich? Wem gehorche ich, wenn es hart auf hart geht? Die Corona-Krise lässt diese Frage wieder aktuell werden. Wenn ich gehorchen soll, muss ich vertrauen können, dass die Hirten nur Gutes für mich wollen. Wem vertraue ich ganz? Stille oder Austausch

L: Das Kreuzzeichen ist unser kürzestes „Vertrauensbekenntnis“. Wir laden Gott in unsere Mitte ein, indem wir die Kerze entzünden und bekennen: Im Namen des
Vaters …

Gebet nach Psalm 23:
Gott, du bist mir Wegweiserin und Begleiter,
an deiner Seite fehlt mir nichts.
Bei dir kann ich rasten.
Du gibst mir meine Lebenskraft zurück.
Du schaffst mir Raum zum Leben
und führst mich,
wenn ich die Orientierung verliere.
Wenn es um mich dunkel ist, weiß ich:
Auch du bist da. Das tröstet mich.
Du gibst mir immer etwas zum Anhalten.
Für dich bin ich wertvoll,
du wirst immer nach mir suchen.
Du bereitest mir einen festlichen Platz
jetzt in meinem Leben
und dann in deinem Leben.
Darüber bin ich glücklich. Amen.

Lied: Lobe den Herrn, meine Seele (GL 876)
Lesung: 1 Petr 2,20b–25 (siehe Seite 22)

L: Reden wir heute über Schafe! Wer hat Erfahrung mit echten Schafen? Wie sind sie? Wofür stehen sie in der Bibel? Die Lesung stellt uns Christus als Opferlamm vor. Er wehrt sich nicht. Er überlässt seine Sache Gott. Wie geht es mir, wenn ich etwas als ungerecht erkenne?
Heute machen wir eine kleine Evangeliumsprozession. Mit der Bibel und brennenden Kerzen gehen wir einmal um den Tisch herum. Wir unterstreichen damit die Bedeutung des Wortes Gottes. Dazu singen wir ein Halleluja, z. B. GL 733.

Evangelium:
Joh 10, 1–10 (siehe Seite 22) und Kommentar zum Evangelium (Spalte Seite 22) vorlesen. Austausch.

a) Die kopierten Schafe ausschneiden, bemalen, ein Wort, einen Satz draufschreiben:
z. B. „Leben in Fülle“ oder „Gott macht mich froh“ …

b) Wir schreiben auf ein A4-Blatt oder ein Post-it „Jesus sagt: Ich bin die Tür“ oder „Tür zum Leben“ und kleben es auf die Innenseite der Haustür. Immer, wenn ich hinausgehe, mache ich mir bewusst: Jesus begleitet mich, wo immer ich hingehe, in ein Leben in Fülle.

Glaubensbekenntnis

L: Wir bekennen uns zu diesem guten Hirten, wenn wir sprechen: Ich glaube an Gott …

Fürbitten:
L: Um viele unterschiedliche geistliche Berufungen möchten wir heute beten:

Wir bitten um …
1. begeisterte Kinder
2. begeisternde Lehrerinnen und Lehrer
3. geisterfüllte Frauen und Männer in Beruf und Politik
4. geistvolle Mütter und Väter
5. geistreiche Wissenschaftler und Forscherinnen
6. geistbegabte Verkünderinnen und Verkünder.

Vater unser
L: Mütterlicher Gott, du begeisterst uns jeden Tag. Gemeinsam mit allen Hirtinnen und Hirten dieser Erde vertrauen wir dir unser Leben an und beten: Vater unser im Himmel …

Lied: Ich bin der gute Hirt (siehe unten)

Segen
Wenn mehrere Menschen miteinander feiern, können sie einander jetzt reihum segnen. Dazu eine Schale mit Weihwasser herumreichen oder einfach dem rechten Nachbarn die Hand auf die Stirne legen und dazu das Gebet sprechen.

Segensgebet: (Vorname), Gott beschütze dich, er schenke dir Lebensfreude und segne dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Lied: Wer glaubt, ist nie allein (GL 927, 1,3,4)
Dazu gibt es Orgelbegleitung auf YouTube aus der Pfarre Graz-Münzgraben.

Ideen zur Vertiefung:
Eine Vertonung des Ps 23 anhören.
Einen Frühlingsspaziergang machen und einen persönlichen Danke-Psalm schreiben (siehe Gebet nach Ps 23).

Download: Hauskirche Sonntag des Guten Hirten

Viel Freude beim Feiern!
Marlies Prettenthaler-Heckel

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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