Steiermark | SONNTAGSBLATT - Glaube

Beiträge zur Rubrik Glaube

Vor seinen Untertanen stelle sich der ausgelassen tanzende König David bloß, meinte seine „offenbar eher humorlose“ Ehefrau Michal. Vor Gott wolle er sich „gern noch geringer machen“, antwortete David.

Musiktherapeut David

Immer Fasching sei in der Bibel, belegt die Theologin Elisabeth Birnbaum. Gott lasse sein Volk tanzen. Der Fasching geht zu Ende, „die biblische ‚Faschingszeit‘ dagegen endet nicht“. Diese Überzeugung untermalt auf der theologischen Internetseite „feinschwarz.net“ die Direktorin des Österreichischen Katholischen Bibelwerks, Elisabeth Birnbaum. Ihre Begründung, dass „in der Bibel immer Fasching“ sei: „Wieder und wieder lädt Gott sein Volk zum Festmahl ein. Wieder und wieder lässt er es...

  • 19.02.20
Nicht nur Schöpfungsverantwortung, Klimaschutz und Ökologie waren Schwerpunkte am diesjährigen TheoTag, sondern auch die brasilianische Partnerdiözese Bom Jesus da Lapa. Pfarrer Wolfgang Schwarz (links) und Pastoralassistentin Elisabeth Fritzl boten einen Blick über den eigenen Kirchturm hinaus und erzählten in der gemütlichen Atmosphäre des ReUse Café der Caritas „paul@uzt“ im Universitätszentrum Theologie von Eindrücken und Erlebnissen ihrer Brasilien-Aufenthalte.

Wie gestalten wir Welt?

Über 230 Jugendliche setzten sich am TheoTag2020 mit der Frage auseinander: „Wie gestalten wir die Welt?“ „Verantwortung wird heute oft so verstanden: ‚Wir können alles, aber nichts dafür.‘“, mit diesen zum Nachdenken anregenden Gedanken lud, nachdem alle vom Hausherrn der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Graz, Herrn Dekan Christoph Heil, „herzlich willkommen“ geheißen wurden, Professor Leopold Neuhold zu seiner Vorlesung ein. Er stellte den jungen TheoTag-BesucherInnen die...

  • 19.02.20
Schwarzes Feuer trifft auf weißes: Zuerst wird eine Bibelstelle vorgelesen, dann versetzen sich die Kinder in die biblischen Figuren, leihen ihnen ihre Stimme und verweben so die biblische Geschichte und die eigene Lebensgeschichte.
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Bibliolog mit Kindern
Die Bibel lebendig machen

Bibliolog mit Kindern – ein vielstimmiges Gemeinschaftserlebnis. Im Bibliolog gelingt es auch für Kinder, faszinierend schnell in biblische Erzählungen einzutauchen und sich von diesen berühren zu lassen. Bibliolog ist eine Methode, die viele Menschen zu Wort kommen lässt und es ihnen ermöglicht, gemeinsam einen Bibeltext neu zu entdecken. Er basiert auf dem Dialog zwischen biblischem Text und eigener Lebensgeschichte. Indem die Teilnehmenden sich mit einer biblischen Gestalt...

  • 03.02.20
Mag. Karl Veitschegger - Positionen

Karl Veitschegger
Positionen

Katastrophe oder Chance? Als der heilige Karl Borromäus 1570 als zuständiger Bischof die Schweiz besuchte, stellte ihm der Pfarrer von Altdorf stolz seine acht Kinder vor. Das ist nur eines von vielen Beispielen dafür, dass sich der Priester-Zölibat in der Kirche nie ganz durchgesetzt hat, obwohl Päpste sich bemüht haben, ihn gesetzlich abzusichern, und bis heute viele engagierte Priester nach dem Vorbild Jesu glaubwürdig im Zölibat leben. 2019 hat nun die Amazonien-Synode mit großer...

  • 29.01.20
Lichtmess wird die Feier am 2. Februar oft genannt, weil die Segnung von Kerzen und eine Lichterprozession zur Kirche dem Fest der Darstellung des Herrn, das heuer auf einen Sonntag fällt, das Gepräge geben.

Darstellung des Herrn.
Dreifacher Einzug

Darstellung des Herrn. Das Fest am 2. Februar ist eine weihnachtliche Insel mit Ausblick auf Ostern. Einige Wochen oder Monate nach der Geburt bringen viele Eltern ihr Kind zur Taufe in die Kirche. Einige Jahre später begleiten sie es zur Erstkommunion. In der Phase der Pubertät feiern sie mit ihm die Firmung. Mit diesen Festen wächst ein Mensch in seine Glaubensgemeinschaft hinein. Dabei kommt es aber nicht bloß auf diese Feiern an, sondern auch auf den Alltag dazwischen. Auch Maria und...

  • 29.01.20
Monika Prettenthaler - Positionen

Positionen
Lieblingsbuch

Seit dem II. Vatikanischen Konzil dürfen auch Katholikinnen und Katholiken die Bibel lieben und lesen. Jahrhundertelang war das anders. Der traurige Höhepunkt in der Gegenreformation: Es war verboten, die Bibel – durch Luthers Übersetzung endlich verstehbar zugänglich – auch nur zu besitzen. Heute können alle die Heilige Schrift als Gottes Wort, ausgedrückt in den Worten der Menschen, für sich entdecken. Mutig lässt sich Gott auf menschliche Verstehensbedingungen ein. Wer die Bibel...

  • 28.01.20

Muworte - Anselm Grün
Über Schattenseiten zu reden befreit

Bin ich ein Sünder? Was heißt Sünde? Das griechische Wort für Sünde, „hamartia“, heißt: das Ziel verfehlen. Sünde bedeutet also, an sich und seiner Wahrheit vorbeizuleben … Die Beichte kann sicher ein guter Weg sein, von seinen Schuldgefühlen frei zu werden. C. G. Jung meint: Wenn jemand schwere Schuld auf sich lädt, dann braucht er mehr als ein persönliches Wort, er braucht ein Ritual, das bis in die Tiefen des Unbewussten hinein wirkt. Das Ritual der Beichte löst die unbewussten Widerstände...

  • 23.01.20
Positionen von Leopold Neuhold

POSITIONEN
Platz auf dem Thron

Richtet sich unsere Hoffnung noch auf Frieden, oder haben wir uns nicht schon vielmehr mit Krieg abgefunden? Der Krieg scheint ja wieder zur Normalität geworden zu sein, zu einem „normalen“ Mittel der Politik, einsetzbar wie alle anderen Mittel. Und hat das nicht mit der Selbstüberschätzung von Menschen zu tun, mit der Annahme, das Schicksal nicht nur bestimmen zu können, sondern das Schicksal zu sein? Präsident Bush stirbt, kommt zu Gott. Auf dessen Frage, woran er glaube, antwortet er: „An...

  • 17.01.20
Chiara Lubich nahm 1997 in Graz an der Zweiten Europäischen Ökumenischen Versammlung teil.
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Fokolar Beweung
Chiaras Liebeskunst

Mit zwölf Jahren begegnete ein Mitglied des Grazer Fokolars Chiara Lubich. Ein Brief an die Gründerin. Liebe Chiara! Nun ist es also soweit: Herzlichen Glückwunsch zu deinem 100. Geburtstag. Obwohl dich meine Glückwünsche nun schon seit zwölf Jahren im Himmel erreichen, wird dieser Tag immer besonders für mich sein. Ich möchte dir einfach für so vieles danken! Vor allem für deine persönlichen Briefe und die Gewissheit, dass du auch jetzt immer für mich da bist. Ich bin ja in einer...

  • 17.01.20
Beim Signieren seiner Bücher. Sie haben eine Auflage von rund 20 Millionen und wurden in 30 Sprachen übersetzt.
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Zur Freude geboren

Anselm Grün, Benediktiner in Münsterschwarzach, feiert am 14. Jänner den 75. Geburtstag. Der geistliche Bestsellerautor hat viel über Lebensfreude geschrieben Du brauchst keine besonderen Gründe, um Dich freuen zu können. Lebe einfach Dein Leben. Dann gibt es genügend Grund, Dich zu freuen. Du kannst Dich freuen an dem, was lebendig ist, was aufblüht in Dir oder in der Natur. Das Leben außen ist immer auch ein Bild für das Leben, das in Dir ist. Das Grimm’sche Märchen „Hans im Glück“...

  • 10.01.20
Spannend wird am 24. und 25. Jänner das Hören von Lobliedern und die geschichtliche Vertiefung an der Uni.

Ökumenischen Wochenende
Wer singt, betet doppelt

Wer singt, betet doppelt Am Ökumenischen Wochenende in Graz erklingt Gottes Lobpreis. Am 24. und 25. Jänner, am Ende der Gebetswoche für die Einheit der Christen, lädt das Ökumenische Forum Steiermark erneut zum Ökumenischen Wochenende. Als Thema lockt: „Wer singt, betet doppelt. Der Lobpreis Gottes im Leben der Kirche(n)“. In der Stadtpfarrkirche in der Herrengasse 23 in Graz stellen sich am Freitag, 24. Jänner, ab 18 Uhr einzelne Kirchen mit einer Auswahl ihrer Lobpreisgesänge vor....

  • 10.01.20
Alois Strohmaier - Positionen

POSITIONEN
Blickkontakt

Begegnungen im Blickkontakt Wer kennt nicht den Ausdruck „Liebe auf den ersten Blick“? Oder auch die Redensart „Wenn Blicke töten könnten“? Einander in die Augen schauen, das kann trösten, aufbauen und ermutigen, aber auch verletzen und niedermachen. Blicke können Macht ausüben. Im Blick äußert sich, was in der Seele vorgeht. Welche Kraft muss der Blick Jesu gehabt haben! Oft heißt es im Evangelium, Jesus warf seinen Blick auf die Menschen, bevor er zu ihnen redete. Einen Blick voll...

  • 10.01.20
Dr. Reiner Steinweg ist Friedens- und Konfliktforscher und Initiator des Gandhi-Symposiums zum Thema „Aktive Gewaltfreiheit“.
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Gandhis 150. Geburtstag
Gewaltverzicht ist Stärke

Zu Gandhis 150. Geburtstag initiierte Dr. Reiner Steinweg ein Symposium in Linz. Wolfgang Weilharter hat den Friedens- und Konfliktforscher dazu interviewt. Wie würden Sie die Leistung Gandhis jemandem kurz beschreiben, der nur wenig über Gandhi weiß? Er hat sein ganzes persönliches Leben in den Dienst an der Entwicklung politischer Gewaltfreiheit gestellt und sich selbst dabei ständig weiterentwickelt. Martin Luther King, Nelson Mandela und viele andere wären ohne Gandhis starke Impulse...

  • 10.01.20

Positionen von Karl Veitschegger
War Jesus katholisch?

„Katholisch“ wird heute meistens nur als Konfessionsbezeichnung verwendet. Ursprünglich bedeutet dieses Wort: universal, offen für alle, aus der Fülle Gottes lebend. In diesem Sinn war Jesus ohne Zweifel katholisch. „Aus seiner Fülle haben wir alle empfangen“, sagt das Johannesevangelium (Joh 1,16). Und als Christ glaube ich: Jesus hat uns Menschen alles gebracht, was wir brauchen, um sinnvoll glauben, leben und lieben zu können. Unsere Kirche ist immer nur in abgeleiteter Weise...

  • 14.12.19

Die Neue Politische Theologie von Johann Baptist Metz bleibt aktuell.
Glaube ist nicht privat

Gott ist ein Thema der Menschheit oder gar kein Thema. So lautet ein Kernsatz des am 2. Dezember 91-jährig in Münster gestorbenen Theologen Johann Baptist Metz. Er galt als einer der prägendsten Theologen des 20. und beginnenden 21. Jahrhunderts. Nicht zuletzt die Frage „Gott und das Leid“ trieb ihn bis zuletzt um. Metz sei eine der „maßgeblichsten Stimmen des zeitgenössischen theologischen Denkens“ gewesen, schrieb die in Linz und zuvor in Graz lehrende Fundamentaltheologin Isabella...

  • 14.12.19

Ökumenisches Seelsorgeteam
Ohnmacht aushalten, Kraft geben

Monika Zwiesele koordiniert das Seelsorgeteam in der Privatklinik Hochrum. Künftig sollen mehr Ehrenamtliche das Team bereichern. Jedes Mal, wenn Monika Zwiesele ein Krankenzimmer betritt, wird das Öffnen der Tür zum Symbol: Offenheit ist eine Grundtugend ihrer Arbeit als Seelsorgerin. „Ich betrete einen Raum und weiß nicht, was mich erwartet. Die Patientin kennt mich nicht, ich weiß nichts von ihr. Im Alltagsleben wären wir uns wohl nicht begegnet. Es ist ein Moment, in dem alles offen ist,...

  • 07.12.19
Immaculata-Statue in der Stadt-pfarrkirche Voitsberg. Am 8. De-zember wird die ohne Erbsünde Empfangene gefeiert.

Zum Fest „Mariä Empfängnis“ am 8. Dezember.
Erwählung Mariens

Neun Monate vor dem Fest Mariä Geburt (8. September) feiern wir die Empfängnis Mariens. Jeder Mensch ist schon vor seiner Geburt von Gott gewollt und geliebt, von Anfang an. Das wird uns anhand der Person Maria gezeigt. Marienfeste sagen uns, was Gott mit uns Menschen vorhat, wie er mit uns umgehen will. Die theologischen Betrachtungen, die die Kirche über Maria anstellt, sollen diese junge Frau nicht herausheben aus den übrigen Menschen, sondern zeigen, was jeder Mensch von Gott erhoffen...

  • 05.12.19

Positionen von Karl Veitschegger
Heilige Kirche?

Warum nennen wir die Kirche im Glaubensbekenntnis „heilig“? Sicher behaupten wir damit nicht, unsere geistlichen Hirten und wir Kirchenmenschen seien stets moralisch einwandfrei. Das wäre blanker Hochmut! „Auch in unserer Zeit weiß die Kirche, wie groß der Abstand ist zwischen der von ihr verkündeten Botschaft und der menschlichen Armseligkeit derer, denen das Evangelium anvertraut ist.“ So hat es das Zweite Vatikanum formuliert (Gaudium et spes 43). Ich nenne die Kirche „heilig“, weil sie...

  • 08.04.19

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