Natur
Gut versorgter Garten

Wenn der Flieder blüht, ist der Boden meist warm genug für fast alle Sommerkulturen. | Foto: pixabay
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Mulchschicht schützt und nährt – vor allem bei Trockenheit.

W enn die Trockenheit anhält, lohnt sich ein Blick auf den Boden. Eine Mulchschicht aus angetrocknetem Grasschnitt, Beinwellblättern oder Brennnesseln kann wahre Wunder wirken. Sie hält die Feuchtigkeit im Boden, unterdrückt Beikräuter und liefert beim langsamen Zersetzen wertvolle Nährstoffe. Besonders Starkzehrer wie Paradeiser oder Kürbisse profitieren davon. Zusätzlich kann man sie mit (selbstgemachtem) Flüssigdünger stärken – etwa mit klassischer Brennnesseljauche (siehe Infobox rechts unten).

Natürlich gehört auch der Blick auf mögliche Schädlinge zum Mai dazu. Schnecken lassen sich abends am besten absammeln, und Barrieren aus Schafwolle können helfen, sie fernzuhalten. Bierfallen sollte man nur im Notfall einsetzen, da sie oft zusätzliche Schnecken anlocken. Bei Blattläusen reicht häufig ein kräftiger Wasserstrahl. Noch besser ist es, natürliche Nützlinge wie Marienkäfer und Florfliegen zu fördern – wilde Ecken im Garten wirken hier Wunder. Ein weiterer Tipp: Abgekühlter Espresso kann direkt auf die Läuse gesprüht werden.
Der Mai ist also ein Monat voller Möglichkeiten. Mit ein wenig Aufmerksamkeit und den richtigen Handgriffen kann der Grundstein gelegt werden für einen gesunden, blühenden und ertragreichen Biogarten, der die Familie den ganzen Sommer über begleitet.

Angelika Ertl, Gartenexpertin

Milpa-Beet: Mischkultur aus Mais, Bohnen und Kürbis.

Ein Milpa-Beet ist eine traditionelle, nachhaltige Mischkultur aus Mais, Bohnen und Kürbis. Das Wort „Milpa“ entstammt einer indigenen südamerikanischen Sprache und bedeutet „das nahe Feld“. Der Mais dient dabei als Rankhilfe, die Bohnen liefern Stickstoff als Dünger, und der Kürbis beschattet den Boden, hält ihn feucht und unterdrückt Unkraut. Benötigt wird ein sonniger, nährstoffreicher, mit Kompost angereicherter Platz. Zuerst Mais säen. Sobald er 15 cm hoch ist, Stangenbohnen um die Pflanzen winden, dazwischen den Kürbis platzieren.

Bohnen vorziehen – so gelingt es:
Das Vorziehen von Bohnen hat einen wichtigen Vorteil: Die jungen Pflanzen sind besser vor Schädlingen geschützt, denn Bohnen werden gerne angefressen. Bohnen über Nacht in Kamillentee legen, am nächsten Morgen gut abtrocknen und in ein feuchtes Tuch wickeln. Dort bleiben sie etwa drei Tage, bis sie keimen. Dann pflanzen und vorziehen.

Brennnesseljauche selbst herstellen:
1 kg frisches Pflanzenmaterial mit 10 Litern Wasser ansetzen. Nach 10–14 Tagen ist der Sud bereit und liefert eine kräftige Portion Stickstoff. Wichtig: 1:10 bis 1:20 verdünnen!

Nachgedacht

Der Mai ist voller Wachstum

Der Mai fühlt sich im Biogarten jedes Jahr wie ein kleiner Aufbruch an. Die zarten Pflänzchen aus der Vorzucht dürfen endlich hinaus ins Freie, und das Gartenjahr nimmt richtig Fahrt auf. Jetzt beginnt die Zeit, in der Beete gefüllt, Kräuter verwöhnt und Böden gepflegt werden – ein Monat voller Leben, Wärme und Wachstum.
Nach den Eisheiligen startet das große Pflanzen. Wärmeliebende Gemüsesorten wie Paradeiser, Paprika, Zucchini, Kürbisse und Gurken dürfen nun endlich ins Beet umziehen. Sie danken es dir mit kräftigem Wachstum und einer frühen Ernte. Auch die Direktsaat hat im Mai Hochsaison: Bohnen – egal ob Busch- oder Stangenbohnen – sowie Erbsen und Karotten können direkt in die Erde. Selbst Kürbisse fühlen sich bei der Direktsaat wohl. Der Vorteil liegt auf der Hand: Die Pflanzen entwickeln tiefere Wurzeln, sind robuster und benötigen weniger Wasser.
Auch die Kräuterwelt erwacht. Mediterrane Vertreter wie Basilikum, Rosmarin und Thymian genießen nun die ersten echten Sonnenbäder im Freiland. Sie lieben Wärme und durchlässige Böden – und bringen gleichzeitig Duft und Aroma in den Garten.

Angelika Ertl
Wenn der Flieder blüht, ist der Boden meist warm genug für fast alle Sommerkulturen. | Foto: pixabay
Angelika Ertl
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SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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