Ehepaar aus Sallingberg
Kapellenbau: „Wir wollten einfach danke sagen“

Kapelle der Familie Schierhuber in Sallingberg.
  • Kapelle der Familie Schierhuber in Sallingberg.
  • Foto: Wolfgang Zarl
  • hochgeladen von Wolfgang Zarl

„Alles, was im Leben vorhanden ist, ist selbstverständlich, nur wenn es zu kriseln beginnt, wird dessen Bedeutung erst bewusst“, sagt Franz Schierhuber aus der Pfarre Sallingberg.

Seine Familie hat vor einiger Zeit ein sehr schönes Marienmarterl beim Haus errichtet, dieses wurde 2015 von Diakon Hermann Dornhackl gesegnet. „Wir hatten in unserem Umfeld ziemlich viele Prob­lemsituationen und Fast-Unfälle, die aber glücklicherweise alle immer glimpflich ausgegangen sind. Wir hatten schon eine Menge Schutzengel, die auf uns aufgepasst haben!“ Wenn man bei derlei Situationen etwas besinnlich wird und um Hilfe ersucht, „so soll man halt auch dafür auch mal danke sagen“, betont Herr Schierhuber und schreibt die glücklichen Fügungen dem Herrgott zu. Es gebe Erfüllung, wenn man auf das Dankesagen nicht vergesse. Umgekehrt verweist er auf mehrere Marterl in der näheren Umgebung, die an Arbeitsunfälle erinnern. Glaube und Religion würden Halt, Sinn und einen Weg im Leben geben, sagt das Sallingberger Ehepaar.

Mit einem selbstverfassten Gedicht, das in der Kapelle zu lesen ist, lädt der Besitzer ein: „Halt an, o Wanderer und mache Rast von des Tages Müh und Hast. Leg all die Sorgen – ob groß oder klein – in Marias Hand hinein. Maria selbst so viel gelitten, wird auch für dich Hilfe und Trost erbitten.“

Seine Frau Rita ist eine große Marienverehrerin und war schon in bedeutenden Wallfahrtsorten wie Medjugorje, Lourdes und natürlich Maria Taferl. Aus dem größten Wallfahrtsort der Diözese St. Pölten nahm sie auch die Statue der Kapelle mit. Dort ist immer eine Kerze entzündet. Es sei „ein kleiner, sehr stimmiger Kraftplatz, wo auch die Dorfbewohner gerne vorbeikommen und innehalten“, erzählt das Ehepaar. Auch Maiandachten wurden dort schon gefeiert. Am Pfingstsamstag feiert das Ehepaar Schierhuber die Goldene Hochzeit bei der kleinen Kapelle: mit den drei Kindern und den sechs Enkelkindern. Und sie werden nicht vergessen, für das viele Gute zu danken, das ihnen widerfahren ist.

„Kapellen – Marterl – Kreuze“ ist eine Kirche bunt-Reihe, in der Geschichten von Kleindenkmälern vorgestellt werden.

Autor:

Wolfgang Zarl aus Niederösterreich | Kirche bunt

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