Vorgestellt von Diakon Josef Neuhold
Gern besuchtes „Fuchs-Marterl“ in Walkenstein

„In meinem Heimatdorf Kainreith, Pfarre Walkenstein, führen mich meine Spaziergänge immer wieder zum sogenannten „Fuchs-Mar­terl“, erzählt Diakon Josef Neuhold, Fachbereichsleiter Klein- und Flurdenkmäler in Niederösterreich. Der schöne Kapellenbildstock befindet sich außerhalb des Dorfes neben der Straße nach Hötzelsdorf, auf der einen Seite sind Felder und auf der anderen Seite beginnt der Wald.

Der Bildstock hat eine große Rundbogenöffnung und darin befinden sich Hinterglasbilder mit der Gottesmutter Maria mit dem Jesuskind und eines mit dem heiligen Hubertus. „Früher war einmal eine Madonnenstatue drinnen, diese wurde aber leider entwendet“, so Diakon Neuhold, der in St. Pölten lebt. Betreut und erhalten wird dieses Marterl von der Familie Fuchs aus Kainreith, daher auch der Name „Fuchs-Marterl“. Karl Fuchs ist Neuholds Onkel und er hat das Marterl zuletzt 2005 renoviert. Am „Schauerfeiertag“ der Gemeinde am 26. Juni, zu Johannes und Paul, führt immer eine Prozession zu diesem Marterl. An diesem Tag wird auch eine Madonnenstatue in das Marterl hineingestellt.

Über der Rundbogennische steht „K.1856.W.“ 1856 ist das Errichtungsjahr und K. W. sind die Initialen der Stifterin Katharina Wagl. Sie lebte in Kainreith und war schon früh verwitwet. Der Überlieferung nach war sie dann Pfarrersköchin und lebte nach dem Tod ihres Mannes im Hause der nunmehrigen Familie Fuchs. Ihre Schwester hatte in dieses Haus hineingeheiratet und Katharina Wagl wurde dort aufgenommen. Über den konkreten Anlassgrund, der zur Errichtung des Marterls geführt hat, ist nichts Näheres bekannt. Angenommen wird, dass es möglicherweise aufgrund des Ablebens des Mannes von Katharina Wagl gebaut wurde.

Dieses Marterl, vor nunmehr bereits 165 Jahren errichtet, ist auch schon in alten Landkarten von 1869 neben dem damaligen direkten Weg von Kainreith nach Doberndorf eingezeichnet.

„Kapellen – Marterl – Kreuze“ ist eine Kirche bunt-Reihe, in der Geschichten von Kleindenkmälern vorgestellt werden.

Autor:

Wolfgang Zarl aus Niederösterreich | Kirche bunt

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