Treffen der Ordensjugend
„Ordenstag Young“

Mit dem „Ordenstag Young“ wurde die Herbsttagung der Ordensgemeinschaften, die unter dem Motto „Leidenschaftlich gegenwärtig“ stand, eröffnet: 50 junge Ordensleute trafen sich online zum Austausch. Hauptziel war der Austausch zwischen Ordensleuten, die sich in den ersten zehn Profess­jahren befinden. Trotz der ähnlichen Lebenssituation sehen sie sich mit unterschiedlichen Herausforderungen konfrontiert: Junge Ordensfrauen sind oft in Krankenhäusern tätig und kümmern sich um Krebskranke oder Menschen mit Behinderungen. Andere tragen Verantwortung für den Kultur- und Tourismusbetrieb ihres Klosters, viele gehen einer Lehrtätigkeit nach, halten Glaubenskurse ab, manche engagieren sich für Flüchtlinge oder in der Jugendpastoral. Viele bezeichneten das Gespräch, die eucharistische Anbetung oder das Fürbittgebet als ihre wichtigsten Dienste. Ein Dutzend der Teilnehmenden stammt aus Afrika, Asien und Lateinamerika.

Auch Corona war Thema. Hilfreich seien Gebet, Gemeinschaftsleben und das Ausleben von Kreativität. In Gesprächen mit anderen, „darf ich oft entdecken, dass Gott in unserem konkreten Leben wirken will“, formulierte eine Ordensfrau. Eine Klausurschwester erklärte, bei den Herausforderungen „den Heiligen Geist“ in neuen Möglichkeiten, die sich oft scheinbar zufällig ergäben, zu erkennen; für einen als Lehrer tätigen Mönch tritt dies ein, wenn er „mit der Sicht Jugendlicher konfrontiert“ sei.

Und warum geht man ins Kloster?

Moderiert wurde der „Ordenstag Young“ vom jungen Salesianer Michal Paulus Klucka. Bei ihm haben wir nachgefragt, was das Leben als Ordensmann ausmacht. Michal meinte: „Das Ordensleben verlangt und ermöglicht mir, alles auf eine Karte zu setzen. Es gibt meinem Leben einen konkreten Sinn. Greifbar wird dies durch Verzicht, z. B. auf die eigene Familie. Es zeigt sich aber auch dadurch, dass für mich neben Gott und meiner Gemeinschaft eine besondere Zielgruppe (in meinem Fall Kinder und Jugendliche) meine ganze Aufmerksamkeit und meinen ganzen Einsatz bekommen.“ Auch Tabita Lipowski von der Gemeinschaft Ancilla Domini in Neustadtl/Donau gab uns Einblicke: „Damit wir das Leben haben und es in Überfülle haben (vgl. Joh 10,10).“ Nur wie sieht das aus? „Bei mir ist es das Leben als Ancilla Domini (Dienerin des Herrn). Hier hat Gott alle meine Bedenken über Bord geworfen und mich in eine fröhliche, allzeit hilfsbereite Gemeinschaft gestellt.“ Diese versuche jedem zu helfen, Gottes Plan für sein Leben zu entdecken und in der Hingabe glücklich zu werden, erzählte Tabita Lipowski. Auch bei Sr. Helena Fürst von den Linzer Elisabethinen haben wir nachgefragt. Ordensleben könne man heute sicher als „alternativen Lebensstil“ bezeichnen. „Ich habe auf meinem Weg des Suchens den heiligen Franziskus kennengelernt und auch er hat – für seine Zeit – einen völlig neuen Lebensweg eingeschlagen“, erzählt Sr. Helena. Sein Suchen, Fragen und Ringen mit sich, mit Gott und den Mitbrüdern würden sie bis heute faszinieren. Das sei ein Grund, warum sie es gewagt habe, in einer franziskanisches Ordensgemeinschaft zu leben: Die Faszination an einer lebenslangen (Gott)Suche in der Welt von heute.“ ST / WZ

Autor:

Wolfgang Zarl aus Niederösterreich | Kirche bunt

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