„Ich glaube - Ja.“
Kampagne für den Religionsunterricht

Präsentierten die Sujets der Kampag­ne: Bischof Alois Schwarz, Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, Hofrätin Doris Wagner von der NÖ Bildungsdirektion und Schulamtsdirektor Josef Kirchner (v. l.).
  • Präsentierten die Sujets der Kampag­ne: Bischof Alois Schwarz, Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, Hofrätin Doris Wagner von der NÖ Bildungsdirektion und Schulamtsdirektor Josef Kirchner (v. l.).
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Am 28. August fand in St. Pölten der offizielle Auftakt zur österreichweiten Kampagne „Ich glaube – Ja.“ statt, mit der der Öffentlichkeit ein zeitgemäßes Bild des Religionsunterrichts gezeigt werden soll.

Uns geht es bei der Kampagne darum, ein aktuelles Bild vom Religionsunterricht zu zeigen, betonte Mag. Josef Kirchner, Direktor des Schulamtes der Diözese St. Pölten, bei der „Kick-off“-Veranstaltung in den Räumen des Diözesankonservatoriums. 586.000 Kinder und Jugendliche besuchen den Religionsunterricht österreichweit – das sind 91 Prozent aller katholischen Schülerinnen und Schüler. „Das ist ein großartiger Zuspruch“, freut sich Kirchner. Dennoch gebe es in der Öffentlichkeit ein „verzerrtes, verkürztes und verfälschtes Bild vom Religionsunterricht“. Mit der Kampagne, die auf Fragen aufbaut, wolle man zeigen, dass der Religionsunterricht heute zeitgemäß und aktuell sei, aber auch kritisch religiöse und ethische Bildung und Wertevermittlung leiste. (Lesen Sie dazu das Interview mit Mag. Kirchner auf den Seiten 6 und 7 in dieser Ausgabe.)

Religion – integraler Bestandteil der schulischen Bildung

Zahlreich waren Gäste aus Bildung, Politik und Kirche zum Auftakt erschienen. Allen voran Bischof Alois Schwarz, der den Religionsunterricht als „integralen Bestandteil der schulischen Bildung“ hervorhob. Schwarz: „Der Religionsunterricht schafft so etwas wie religiöse Sprach- und Orientierungsfähigkeit, damit der Mensch heute am Zeitgespräch teilnehmen kann.“ Er, so der Bischof, sei dankbar, dass Religion in Österreich ein staatliches Unterrichtsfach sei – „in einer Zeit, in der der Glaube von einer Selbstverständlichkeit zu einer Möglichkeit geworden ist“. Glaube in der Alltagspraxis als Deutung des Lebens verlange heute eine Entscheidung, so der Bischof. Dieser Weg bleibe geprägt durch Erziehung, durch religiöse Möglichkeiten und durch das Umfeld. Das bedeute, dass Religionslehrer heute anders gefordert seien als früher, weil es nicht mehr nur um Wissensvermittlung gehe, sondern um persönliche Resonanz auf das, was Kinder und Jugendliche von Zeugen der Religion und des religiösen Lebens erfahren. Er danke den Religionslehrerinnen und -lehrern in der Diözese, die nicht nur ein Fach vertreten, wo Wissensvermittlung geschieht, sondern gleichsam der Religion eine Gestalt geben. Die Religionspädagogen in der Diözese wolle er, kündigte Schwarz an, in den nächsten Monaten bei Treffen in den Regionen kennenlernen.

Auch die für Bildungsfragen verantwortliche Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeis­ter hob den Wert des Religionsunterrichts hervor. „Wenn man weiß und argumentieren kann, warum katholisch sein in Österreich und darüber hinaus eine Tradition hat und was das für uns bedeutet – dann kann man auch auf Fragen von heute besser antworten und an Diskussionen teilnehmen“, sagte die Landesrätin und versicherte, dass der Religionsunterricht „wichtig ist und auf den Schulplänen ein Fixpunkt bleiben“ werde. „Die Plakate sprechen mich sehr an, das sind Fragen, die auch meine Kinder schon an mich gestellt haben“, lobte Teschl-Hofmeister die Kampagne und zeigte sich überzeugt, „dass damit etwas ausgelöst wird“.

Die Kampagne „Ich glaube – Ja.“

Die Kampagne ist auf Fragen aufgebaut. Insgesamt sechs Bildmotive (Sujets) – zwei aus jeder Schulstufe – stehen exemplarisch für all die Themen, die die Kinder und Jugendlichen in ihrem Alltag immer wieder bewegen: Gibt es noch Wunder? Ist da etwas nach dem Tod? Darf ich auch mal zweifeln? Hat das etwas mit mir zu tun? Gibt es Hoffnung für die Welt? Mag Gott mich immer? Der Slogan und die Antwort der Kampagne lautet schlicht „Ich glaube – Ja.“ Damit halte man sich bewusst offen für die unterschiedlichen Haltungen und Zugänge zu den Themen, so Mag. Kirchner. In einer breiten Kampagne werden die Sujets in nächster Zeit als Plakate im öffentlichen Raum, als Einschaltungen in Zeitungen oder auch als sogenannte „Citylights“ (Werbeeinschaltungen) in U-Bahnstationen und anderen öffentlichen Orten gezeigt.
Antworten auf die Fragen geben aber auch Religionslehrerinnen und -lehrer in Kurzvideos. Zu sehen sind diese Kurzfilme auf der eigens für die Kampagne entwickelten Homepage „mein-religionsunterricht.at“. Neben den Antworten sind auf dieser „Landingpage“ auch viele aktuelle Informationen, Daten, Fakten und Zahlen abrufbar. Geplant sind nach dem medialen Auftakt während des gesamten Schuljahres wöchentliche Videos, Presseberichte, Veranstaltungen und andere Aktivitäten. Finanziert wird die Kampagne übrigens nicht mit Geldern aus dem Kirchenbeitrag, sondern aus einem Fonds des Interdiözesanen Amtes für Unterricht und Erziehung. Sop

Autor:

Sonja Planitzer aus Niederösterreich | Kirche bunt

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