Chrisam-Messe
Feier mit unseren Priestern: Bischof weihte Heilige Öle
- hochgeladen von Wolfgang Zarl
Im St. Pöltner Dom feierten zahlreiche Priester und Diakone mit den Bischöfen Alois Schwarz, Anton Leichtfried und Klaus Küng die Chrisam-Messe. Die Feier hebt die Verbundenheit der Priester mit ihrem Bischof hervor.
Das Zweite Vatikanische Konzil hatte in seinem Dekret Presbyterorum ordinis über Dienst und Leben der Priester diese Verbundenheit zum Ausdruck gebracht: „Alle Priester haben zusammen mit den Bischöfen so an ein und demselben Priestertum und Amt Christi teil, dass diese Einheit der Weihe und Sendung ihre hierarchische Gemeinschaft mit dem Stand der Bischöfe erfordert. Diese Gemeinschaft bekunden sie vorzüglich bei gelegentlicher Konzelebration.“
Bereitschaftserklärung der Priester
Beim Gottesdienst weihte Bischof Schwarz die Heiligen Öle, die dann von den Dechanten mitgenommen und anschließend an die Pfarren weitergegeben wurden. Die Öle werden etwa bei Taufen, Firmungen oder Krankensalbungen verwendet. Ein weiterer wichtiger Teil der Chrisam-Messe ist die Erneuerung der Bereitschaftserklärung zum Dienst als Priester.
„Euer Ja ist getragen vom größeren Ja Gottes zu euch“, erinnerte der Bischof die Priester. Sie sollten Zeugen der Hoffnung und des Wortes Gottes in einer Welt sein, in der man meinen könnte, die Menschen bräuchten Gott nicht mehr, so der Bischof zu den Geweihten. Gerade in einer Zeit der Krisen und Kriege müsse der lebendige Gott zur Sprache gebracht werden. Priester zu sein bedeute, dass man loslasse und hineinverwandelt werde in die Gestalt Christi.
Bischof Schwarz freute sich, dass der Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem die Chrisam-Messe mitfeierte, denn sie stünden für Solidarität mit den Christinnen und Christen im Heiligen Land.
Osterpredigt von Bischof Schwarz
In seiner Osterpredigt wies Bischof Alois darauf hin, dass der Ostermorgen in der Dunkelheit beginne. Maria von Magdala habe den Herrn gesucht, aber ein leeres Grab gefunden – sie habe eine „hoffnungsvolle Lücke“ gefunden. Auch wir Menschen kennen Verlust, zerbrochene Beziehungen, das eigene Versagen, Leere und Lücken, so der Bischof. Gott gehe aber dorthin, wo etwas fehlt.
„Und dort kann etwas Neues beginnen.“ Die Leerstelle werde zur Verheißungsstelle. „Das Grab ist leer, weil Christus lebt. Die Leere, der Verlust und die Nacht haben nicht das letzte Wort.“ Es zeige sich, dass die Lücke hoffnungsvoll sei und zum Ort der Verheißung werden könne. Es gelte auch im eigenen Leben, die hoffnungsvollen Lücken zuzulassen, wo Gott uns ansprechen kann und wir die Erfahrung machen: „Da ist so viel Leben!“
Autor:Wolfgang Zarl aus Niederösterreich | Kirche bunt |
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