Leo XIV.
Ein freundlicher Papst in Topform

Eine herzliche Begegnung: Papst Leo XIV. umarmt seinen älteren Bruder, der zur Amtseinführung mit der US-Delegation nach Rom gereist war. | Foto: Lola Gomez/CNS photo/KNA
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  • Eine herzliche Begegnung: Papst Leo XIV. umarmt seinen älteren Bruder, der zur Amtseinführung mit der US-Delegation nach Rom gereist war.
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Robert Francis Prevost ist nun auch offiziell als Papst Leo XIV. in sein Amt eingeführt. Auf diesen Seiten blicken wir auf die etwas anderen Meldungen rund um den Papst.

Papst Leo XIV. hat den Tag seiner Amtseinführung am 18. Mai mit einem Bad in der Menge begonnen. Vor der Festmesse war der erste US-Amerikaner im Papstamt erstmals mit dem Papamobil vom Petersplatz in Richtung der Prachtstraße Via della Conciliazione gefahren, um zehntausende Menschen aus aller Welt zu begrüßen. Um 10 Uhr begann dann die Feier, in deren Verlauf Robert Francis Prevost (69) offiziell in sein Amt eingeführt wurde. Schon vor 6 Uhr waren die Menschen auf den Petersplatz gekommen, um sich einen guten Platz für das seltene Ereignis zu sichern. Viele hatten Flaggen dabei. Zudem waren an jenem Sonntag gerade tausende Menschen in Rom, um am Heilig-Jahr-Treffen der besonders in Spanien und Italien populären traditionellen Bruderschaften (Confraternita) teilzunehmen. Sie alle jubelten dem Papst mit Begeisterung zu.

Die Brüder. Unter den vielen Besuchern war ein ganz besonderer Gast: Louis – der älteste der drei Prevost-Brüder. Er war als Teil der offiziellen US-Delegation nach Rom gekommen. Beim Zusammentreffen vergaß der sonst so kontrollierte Papst dann für einen Moment das Protokoll. Als Louis Prevost im eleganten Zweireiher auf seinen Bruder im Papstgewand zuging und ihm die Hand entgegenstreckte, kannte Leo XIV. kein Halten mehr. Er umarmte den etwas größeren Bruder herzlich und ließ sich dabei von ihm kräftig auf den Rücken klopfen. Der zweitälteste der Prevost-Brüder, John, hatte laut Medienberichten seinen prominenten Bruder bereits vor der Amtseinführung an dessen Wohnsitz am Rande des Vatikans besucht.

Die Wohnung. Noch lebt Papst Leo XIV. in seiner Wohnung im Gebäude „Sant‘Uffizio“, in dem auch das Glaubensdikasterium untergebracht ist. Doch der Papst dürfte wohl bald in die päpstlichen Gemächer im dritten Stock im Apostolischen Palast einziehen. Die zehn Räume haben offenbar erheblichen Renovierungsbedarf, nachdem sie zwölf Jahre lang nicht bewohnt waren. Papst Franziskus hatte nach seiner Wahl im März 2013 entschieden, in einem kleinen Apartment im vatikanischen Gästehaus Santa Marta wohnen zu bleiben.

Der Sekretär. In den Tagen vor seiner Amtseinführung hat Papst Leo XIV. den Priester Edgard Ivan Rimaycuna Inga (36) aus Peru zu seinem Privatsekretär ernannt. Der Papst kennt den jungen Priester noch aus seiner Zeit als damaliger Bischof im peruanischen Bistum Chiclayo. Leo XIV. ist damit wieder zur Tradition eines festen Privatsekretärs zurückgekehrt, die sein Vorgänger Franziskus unterbrochen hatte. Das Amt des Päpstlichen Privatsekretärs ist im vatikanischen Organigramm nicht vorgesehen, es handelt sich lediglich um eine faktische Arbeitsteilung. Allerdings hat der Privatsekretär eines Papstes in der Regel eine erhebliche informelle Macht.

Die erste Meldung von Papst Leo XIV. über die Social Media-Kanäle lautete „Der Friede sei mit euch!“

Der Trainer. Dass der Papst „in hervorragender körperlicher Verfassung ist“, bestätigte Valerio Masella. Seit fast zwei Jahren ist Masella der Fitnesstrainer von Robert Francis Prevost. Allerdings ohne zu wissen, wen er da trainierte. Erst als er am 8. Mai den neuen Papst im Fernsehen sah, habe er „kapiert“, wer da sein Kunde war. „Ich dachte, er wäre Professor, Akademiker oder so etwas“, erzählte der Trainer. „Robert“ sei stets zurückhaltend gewesen. „Aber er war immer freundlich, nie nervös oder verärgert. Ein wirklich gelassener und ausgeglichener Mensch.“ Und Masella bestätigte: „Der Papst ist Topform.“

Das Lied. Mit einer eingängigen musikalischen Hommage an Papst Leo XIV. hat der peruanische Sänger Donnie Yaipén einen viralen Erfolg gelandet. Sein Lied „La cumbia del Papa“, das am 17. Mai veröffentlicht wurde, erfreute sich innerhalb kürzester Zeit auf YouTube und in sozialen Netzwerken großer Beliebtheit. Das Lied sei ein Dankeschön an einen „Mann, der Spuren hinterlassen hat“, sagte der aus Chiclayo stammende Künstler gegenüber lokalen Medien. Es sei zudem Ausdruck des Stolzes der Bevölkerung auf den ersten Papst mit peruanischer Staatsbürgerschaft.

Bücher über den Papst. Im Eiltempo hat der Jesuit und Vatikankenner Andreas Batlogg eine Biografie von Leo XIV. verfasst. Die im Herder Verlag erschienen Publikation „Leo XIV. – Der neue Papst“ ist eine wohlwollende Skizze und sieht den neuen Papst in Kontinuität zu seinem Vorgänger – und als Gegenentwurf zu US-Präsident Donald Trump. Das zweite deutsche Biografie-Projekt mit dem Titel „Leo XIV.“, geschrieben von Vatikanjournalist Stefan von Kempis, erscheint demnächst im Patmos-Verlag.

Social Media. Papst Leo XIV. hat unter @Pontifex die Social Media-Konten seiner Vorgänger auf der Online-Plattform X übernommen. Sie existieren derzeit in neun Sprachen mit insgesamt mehr als 52 Millionen Followern. „Der Friede sei mit euch!“, schrieb das neue Kirchenoberhaupt in seinem ersten offiziellen Posting. Die auf dem „@Franziskus“-Konto geposteten Inhalte bleiben als Archiv zugänglich. Gelöscht wurde indes der private Account von Robert Francis Prevost, so der bürgerliche Name des amtierenden Papstes.

Eine herzliche Begegnung: Papst Leo XIV. umarmt seinen älteren Bruder, der zur Amtseinführung mit der US-Delegation nach Rom gereist war. | Foto: Lola Gomez/CNS photo/KNA
Das offizielle, vom Vatikan veröffentlichte Foto von Papst Leo XIV. | Foto: Vatican Media
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Kirche bunt Redaktion aus Niederösterreich | Kirche bunt

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