Caritas und Emmaus
Hilfe aus christlicher Motivation zieht Bilanz
- Hochwasser-Soforthilfe-Aktion der Pfarrcaritas nach dem Jahrhunderthochwasser im September 2024 in Böheimkirchen.
- Foto: Caritas
- hochgeladen von Kirche bunt Redaktion
Das Jahr 2024 war ein Jahr der Krisen. Die Caritas St. Pölten beleuchtet im neu publizierten Jahresbericht in elf Geschichten aus dem Bundesland, wie den Menschen in schwierigen Situationen geholfen werden konnte. Im Jahr 2024 haben über 1.000 Freiwillige, 2.500 hauptberufliche Mitarbeitende sowie 3.000 Haussammlerinnen und Haussammler wertvolle Arbeit geleistet.
Soforthilfe nach Katastrophen, Unterstützung für Familien und Menschen mit Beeinträchtigungen im Arbeitsmarkt, Pflege oder Freiwilligendienste: Die Caritas bilanziert das Jahr 2024 in ihrem jährlichen Bericht mit „Hoffnung dorthin bringen, wo sie am dringendsten gebraucht wird“.
620.000 Caritas-Einsatzstunden
Allein die Hauskrankenpflege habe 620.000 Einsatzstunden geleistet und die Sozialberatung 18.822 Kontakte registriert, informierte Hannes Ziselsberger, Caritas-Direktor der Diözese St. Pölten. Ein weiteres Beispiel für Hilfe: Über 900 Menschen mit Behinderungen haben in Caritas-Werkstätten eine sinngebende Arbeit gefunden, mehr als 500 werden zusätzlich in unterschiedlichen Wohnformen begleitet.
„Aktuell treffen uns besorgniserregende geopolitische Spannungen, die Schrecken von Krisen und Kriegen sowie die verheerenden Auswirkungen des Klimawandels. Auf das Jahr 2024 zurückzublicken, heißt daher, zum wiederholten Mal ein Jahr der Krisen zu bilanzieren“, so Ziselsberger.
Über 1,3 Millionen Euro an Unterstützungsleistungen wurden demnach für akute Notsituationen bereitgestellt – in Form von Gutscheinen, Mietzuschüssen oder der Übernahme von Energiekosten. Bei der Hochwasserkatastrophe im September 2024 habe die Caritas zudem durch die Einrichtung von 35 Akuthilfebüros in den betroffenen Gemeinden rasch und effektiv helfen können (siehe Bild).
Emmaus betreute 13.110 Menschen
Auch die Emmaus-Gemeinschaft St. Pölten, die ursprünglich für Haftentlassene gegründet wurde, hat Bilanz gezogen: zu ihrer Tätigkeit seit mehr als vier Jahrzehnten und zugleich für das Jahr 2024. Seit der Gründung 1982 durch Karl Rottenschlager wurden bis zum 31. Dezember 2024 13.110 Personen betreut. In Summe wurden 22.542 Aufnahmen verzeichnet – ein deutliches Zeichen dafür, „wie notwendig und beständig soziale Unterstützungsangebote in Niederösterreich sind“.
Die Zahl der Nächtigungen wurde seit 1995 erfasst. Diese beliefen sich bis Ende 2024 exakt auf 979.021. 2024 unterstützte Emmaus wieder zahlreiche Betroffene durch Wohnangebote, Notschlafstellen, Wohnassistenz und Tagesbetreuung. Hinter jeder dieser Nächte stehe „ein Mensch, der in einer herausfordernden Lebenslage Schutz und ein Stück Stabilität gefunden hat“. Das sei Ausdruck der verlässlichen Hilfe, die die Emmaus-Gemeinschaft seit vier Jahrzehnten leiste.
2024 wurden in den drei Emmaus-Wohnhäusern 236 Personen betreut. Die Notschlafstellen halfen 205 Menschen: 93 Männern in der Männernotschlafstelle, 36 Frauen im Frauenwohnhaus und 76 Jugendlichen in der Jugendnotschlafstelle.
Autor:Kirche bunt Redaktion aus Niederösterreich | Kirche bunt |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.