35 Jahre Betriebsseelsorge Traisental
Engagiertes Wirken für Arbeiterschaft
- Diözesane Mitarbeitende der Betriebsseelsorge
- Foto: Betriebsseelsorge
- hochgeladen von Wolfgang Zarl
Seit 35 Jahren ist die Betriebsseelsorge im Traisental für die Menschen da. Gefeiert wurde das Jubiläum in der ehemaligen St. Pöltner Synagoge. Arbeiterpriester Franz Sieder blickte dabei auf bewegte Jahre zurück. Nach den Impulsen des Zweiten Vatikanischen Konzils hatte die Kirche entschieden, wieder dorthin zu gehen, „wo die Leute sind“, so Sieder. Er hatte sich damals mit einigen Kaplänen dafür eingesetzt, dass auch in der Diözese St. Pölten eine Betriebsseelsorge gegründet wird. Sieder übernahm die Führung, zusätzlich zu seinen anderen Aufgaben.
Die Geschichte der Betriebsseelsorge in der Region ist untrennbar mit einem Namen verbunden: Sepp Gruber. Ihn konnte Sieder für die Aufgabe in St. Pölten gewinnen. „Er musste bei null anfangen, im Alleingang“, erinnert sich Sieder. Für Gruber bedeutete das 1990 einen steinigen Weg: Sechs Monate arbeitete er als Hilfsarbeiter bei der Firma Voith. „Dabei wurde mir klar, wie hart Industriearbeit wirklich ist“, so Gruber.
Die Standorte Unteres Traisental, St. Pölten und Oberes Traisental wurden 2009 in der „Betriebsseelsorge Traisental“ zusammengeführt. Heute betreut ein engagiertes Team rund um Kathrin Riedel, Christine Plank und Sepp Gruber das Gebiet von Traismauer bis nach St. Aegyd (Bild: diözesane Betriebsseelsorger).
In der „Villa“ in der Klostergasse begann Grubers Arbeit, 1994 übersiedelte das Zentrum in die Schneckgasse 22. Neben der Betreuung von Arbeitern in Großbetrieben wie Salzer, Teich oder Glanzstoff rückten zunehmend Menschen in Notlagen in den Fokus. Ob Arbeitslose, Obdachlose oder Geflüchtete – die Betriebsseelsorge wurde zur Anlaufstelle für alle, die am Rand der Gesellschaft stehen. „Wir konnten vielen Arbeitssuchenden und Not leidenden Menschen helfen, vor allem auch vielen Asylwerbern und Migranten.“ Foto: Betriebsseelsorge
Ein Meilenstein wurde 2009 gesetzt: Die Standorte Unteres Traisental, St. Pölten und Oberes Traisental wurden in der „Betriebsseelsorge Traisental“ zusammengeführt. Heute betreut ein engagiertes Team rund um Kathrin Riedel, Christine Plank und Sepp Gruber das Gebiet von Traismauer bis nach St. Aegyd.
Ein Herz für die Jugend
Neben der klassischen Betriebsarbeit feiert auch ein Herzensprojekt Jubiläum: Seit 30 Jahren bietet der Jugendtreff „Little Phoenix“ jungen Menschen einen geschützten Raum – besonders dann, wenn das Leben schwierig wird. Der Verein war auch jahrelang Veranstalter der „Feste der Begegnung“.
Autor:Wolfgang Zarl aus Niederösterreich | Kirche bunt |
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